Am 8. 8. 1963 wurde – wieder zu früh – das 50jährige Bestehen der Seckenhausener Wehr gefeiert. Die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren anwesend. Da zu diesem Anlass am 12. 8. ein Festzelt bei der Gaststätte Gläscher-Meyer errichtet worden war, muß es sich um eine ausgedehntere Festlichkeit gehandelt haben. In einer Feierstunde wurden sechs „Gründervätern“ vom Kreisbrandmeister die goldene Ehrennadel mit Urkunde verliehen.
Gerhard Schwanz erfuhr vom Kreisbrandmeister eine besondere Belobigung, da er alle vorgeschriebenen Kurse in kürzester Zeit mit gutem Erfolg absolviert hatte. Er wurde zum Oberlöschmeister befördert. Am 19. 12. 1963 trugen die Mitglieder der Wehr ihren geschätzten Gemeindebrandmeister zu Grabe. Es war ihm leider keine längere Amtszeit vergönnt. Am selben Tag noch mußte die Wehr zu einem Brand nach Brinkum eilen, wo ein Wirtschaftsgebäude in Brand geraten war. Menschen waren zwar nicht bedroht, aber die Männer der Wehr retteten das Vieh vor dem Tod durch die Flammen.
1963 übernahm noch einmal Heinrich Budelmann das Amt des Gemeindebrandmeisters, das er bis 1975 inne hatte.
Am 19. 12. 1966 konnte der Wehr eine neue TS-8 übergeben werden. Im gleichen Jahr war es einer Wettkampfgruppe aus Seckenhausen gelungen, bei den Unterkreiswettkämpfen in Arsten für die beste Wertung eine Goldmedaille und den Wanderpokal zu erkämpfen.
Am 18. 6. 1967 gaben die Mitglieder der Seckenhausener Wehr ihrem ehemaligen Gemeindebrandmeister Julius Warneke das letzte Geleit. Er hatte die Wehr in der schwierigsten Zeit ihres Bestehens während des Dritten Reiches mit seinen Auswirkungen des 2. Weltkrieges geleitet.

Am 21.8.1967 richtete die Wehr von Seckenhausen die Pokalwettkämpfe aus, denn sie mußte als Vorjahressiegerin ihre Trophäe verteidigen. Die Wehr von Groß-Mackenstedt erkämpfte sich den Pokal. Da Seckenhausen immerhin an zweiter Stelle lag, wurde zum Abschluss der Wettkämpfe dann doch kräftig gefeiert.

