Gründung am 25.03.1902:
In der Ratssitzung der Gemeinde Fahrenhorst am 18.01.1902 wurde nach vorangegangener Verhandlung einstimmig beschlossen:
1. Die Anschaffung einer Spritze
2. Mit 28 gegen 14 Stimmen wurde beschlossen, nötigenfalls eine Pflichtfeuerwehr einzurichten, falls sich nicht genügend freiwillige Männer finden, die Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr wahrnehmen wollen.
Der Gemeinderat beschloss in den nachfolgenden Sitzungen weiter über die Finanzierung der Anschaffungen einschließlich der Spritze, die vom Typ Littera Nr. 4, von der Firma Louis Tidow in Hannover gekauft wurde. Der Kostenbetrag war „von den in der Syker Sparkasse belegten Kapitalforderung zu nehmen!“ Es war zunächst vorgesehen, die Spritze an der Notkuhle in Warwe aufzustellen.
Diese Entscheidung wurde jedoch widerrufen, ehe die Spritze überhaupt geliefert worden war
Als neuer Standort wurde Fahrenhorst bestimmt.
Für den Bau des Spritzenhauses wurden die Bürger „Eingemessenen“ im Fahrenhorst besonders zur Kasse gebeten. Sie hatten eine Vorauszahlung von 250,- Reichsmark zu leisten, während aus der Gemeindekasse 200,- Mark bewilligt wurden.
Schließlich bewilligte der Gemeinderat noch die Anschaffung eines Schlauchwagens.
Nachdem die Gemeinde so einstimmig die Gründung einer Feuerwehr (Freiwillige oder Pflichtfeuerwehr) beschlossen hatte, ergriff der damalige Lehrer, Hermann Pfalzgraf, die Initiative und rief die männliche Bevölkerung zur Dienstleistung in einer Freiwilligen Fahrenhorster Feuerwehr auf.
Zum ersten Hauptmann wurde der Gründer und Lehrer Hermann Pfalzgraf ernannt.
Obwohl die Fahrenhorster Wehr nach über elfjährigen Bestehens schon zu einer selbständigen Einheit herangewachsen war, hatte der Weggang von Hauptmann Pfalzgraf doch eine empfindliche Lücke entstehen lassen.
Hauptmann Pfalzgraf, der Gründer, der Initiator, der Mann, der schon aufgrund seines Lehrerberufes auserwählt war, eine solche Organisation wie eine Freiwillige Feuerwehr zu führen, Statuten auszuarbeiten und Verhandlungen mit Behörden zu führen; dieser Mann, der mit ganzem Herzen mit der Idee der Freiwilligen Feuerwehr verwachsen war, musste infolge seiner Versetzung nach Seckenhausen die Führung der Wehr aufgeben.
1913
Zu seinem Nachfolger wurde der Mühlenbesitzer Georg Schierholz bestimmt, dessen Wahl am 23.09.1913 vom königlichen Landratsamt bestätigt wurde.
Die Anzahl der Wehmänner war nach der ersten Gründungseuphorie nur unwesentlich zurückgegangen, denn bei Ausbruch des ersten Weltkrieges dienten noch immer fast dreißig Kameraden dem guten Zweck. Eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass Fahrenhorst, Feine und Warwe damals zusammen nur etwa 200 Einwohner hatten.

