Wie wertvoll diese Anschaffung war, sollte sich schon bald zeigen, denn die Fackel eines neuen Krieges entzündete nicht nur die Metropole der ganzen Welt, sondern traf auch die kleine Gemeinde Fahrenhorst.

Am 04.06.1942 fielen bei einem feindlichen Luftangriff Brandbomben auf Fahrenhorst.

24 Wehrmänner und 30 zivile Hilfskräfte waren 17 Stunden im Einsatz, um die Brände des Wohnhauses von Johann Gerken, des Wohnhauses und Stalles von Johann Sparkuhl, des Wohnhauses und Schweinestalles von Herman Wessel und des Waldes im Bradenholz unter Kontrolle zu bringen.

Scheune und Stall von Johann Reiners fielen dem feindlichen Luftangriff vom 22.06.1942 zum Opfer.

Bei den Löscharbeiten wurden u.a. auch 30 französische Kriegsgefangene eingesetzt.

Von diesem Einsatz wurde die Wehr unmittelbar nach Kirchseelte gerufen, wo die Anwesen Sündermann, Stöver, Döhrmann und Lehmkuhl in Flammen standen. Die Männer waren von 1.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Einsatz.

Am 05.09.1942 wurde wiederum der Wald durch Brandbomben entzündet. Noch während der Löscharbeiten kam ein Hilferuf von Ritterhoff in Steinforth. Um 7.30 Uhr rückte die Wehr nach vierstündigem Einsatz wieder ein.

Am Nachmittag flackerten die Waldbrände wieder auf und forderten ein erneuten dreistündigen Einsatz.

Neun Tage später brannten nach feindlichen Luftangriffen sieben Bauernhöfe in Kirchseelte. In Zusammenarbeit mit der Muna konnten zwei Wohngebäude erhalten werden. Fast dreißig Stunden waren die Fahrenhorster Feuerwehrleute im Einsatz. Die Kraftpumpe förderte 17,5 Stunden Wasser in die Glut.

Weitere Einsätze, die durch unmittelbare Kriegseinwirkung verursacht wurden, führten nach Seckenhausen und Bremen. Außerdem waren noch verschiedene Brände zu bekämpfen, deren Entstehung eine „natürliche“ Ursache hatten.

Diese Zeit war eine harte Bewährungsprobe für die Wehr, aber man war technisch gut gerüstet und hatte unerschrockene Männer zur Verfügung.

Ein besonderes Lob sei an dieser Stelle den Damen zuteil, die in einer Frauengruppe ihre an den Fronten Europas kämpfenden Männer würdig vertraten.

Zum Erfolg kann mit Stolz gesagt werden, dass in den Kriegsjahren seit 1942 durch den Einsatz der Fahrenhorster Feuerwehr sechs Wohnhäuser vor der Vernichtung bewahrt werden konnten.