Nicht lange suchen brauchte man, um einen jungen Kameraden zur Führung der Wehr zu finden.

Johann Seevers aus Feine, lange schon in unserer Wehr, wurde 1986 einstimmig zum Ortsbrandmeister gew

Er hatte die Arbeit in der Feuerwehr früh gelernt, brachte die notwendige Erfahrung und Besonnenheit bei der Wehrführung, beim Leiten von Einsätzen, sowie der Vertretung gegenüber der Gemeinde mit.

Im Laufe der Jahre hatte sich nun auch die Aufgabenstellung der Feuerwehr verändert.

Nicht nur das Löschen von Bränden, sondern auch die Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen und Schadensfällen in der Industrie und Gewerbe traten immer häufiger in den Vordergrund.

Dadurch musste der Ausbildungsstand der Feuerwehrmitglieder immer weiter vorangebracht werden.

Zu nennen sind Lehrgänge zur technischen Hilfeleistung, Gefahrgutlehrgänge oder Funk- und Führungslehrgänge.

Im Jahr 1992 konnte ein neues Fahrzeug angeschafft werden, das Einsatzleitfahrzeug kurz ELW1.

Dieses Fahrzeug, ein Mercedes Kleinbus, ist mit Telefon, Fax und Funkgeräten ausgerüstet. Eingesetzt wird dieses Fahrzeug bei größeren Einsätzen zur Koordinierung zwischen den einzelnen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen bzw. zu Privatunternehmen, die zur Unterstützung der Feuerwehr angefordert werden müssen.

Der Einsatzbereich für dieses Fahrzeug erstreckt sich über die gesamte Gemeinde Stuhr und ist damit für die Freiwillige Feuerwehr Fahrenhorst mittlerweile zu einem Arbeitsschwerpunkt geworden.

Johann Seevers gab dann 1992 seine Aufgabe als Wehrführer aus beruflichen Gründen ab, blieb jedoch noch für mehrere Jahre als Stellvertreter in der Führung der Wehr.

Nun galt es, einen neuen Ortsbrandmeister zu finden, was nicht ganz einfach war.

Die einen waren zu jung, oder noch nicht lange genug in der Feuerwehr, andere lehnten die Übernahme dieser Aufgabe ab.

Erst die Anfrage bei einem Kameraden der schon lange als erfahrener Feuerwehrmann und Gruppenführer tätig war und bis dahin als Kreisjugendfeuerwehrwart eine Aufgabe innehatte, führte zum Erfolg.

Reinhold Nordhorn aus Warwe übernahm dankend die Aufgabe als Ortsbrandmeister und wurde einstimmig 1992 von den Mitgliedern gewählt.

Die Aufgabe als Kreisjugendfeuerwehrwart legte er nieder und kümmerte sich mit voller Energie um die Wehrführung. Seine Erfahrung bei der Einsatzleitung, Ausbildung und Organisation in der Feuerwehr, sollten für die nächsten Jahre eine wertvolle Hilfe sein.

Er hatte einige Großeinsätze zu bewältigen, wie einen Scheunenbrand in Kätingen, Brand eines Hofes (Haus und Stall) in Warwe sowie das Hochwasser in Stuhr 1998.

Bei diesem Einsatz war unsere Wehr über fünf Tage, rund 100 Stunden, ohne Unterbrechung im Einsatz.

Stolz sind wir darauf, dass wir unsere Pumpen und Geräte ohne Schäden wieder nach Hause bringen konnten.

Schwer wogen aber auch ein Kellerbrand in Warwe und ein Verkehrsunfall in Döhren, wo Menschen zu Tode kamen und wir nicht mehr rechtzeitig helfen konnten.

Den Neubau des Feuerwehrgerätehauses konnte er mit auf den Weg bringen. Dieser Neubau ist der Stolz der ganzen Wehr.