Die „Stille Alarmierung“ ( Meldeempfänger) hielt im Herbst 1984 ihren Einzug in die Feuerwehr Stuhr, zunächst bei den Führungskräften und in den Folgejahren bei einer Großzahl von Feuerwehrfrauen und -männer. Die Meldeempfänger werden zur Alarmierung bei Hilfeleistungen und zur Unterstützung der Sirenenalarmierung bei Bränden und schweren Hilfeleistungen eingesetzt. Die Heiligenrode Feuerwehr verfügt zur Zeit über 27 Meldeempfänger. Auf der Jahreshauptversammlung am 12.Dezember 1985 wurden Berichte vorgetragen, das Ortskommando neu gewählt, Ehrungen ausgesprochen und als Höhepunkt konnte Ortsbrandmeister Alfred Detken aus den Händen vom stellv. Gemeindedirektor Rolf Döring, die Schlüssel für einen neuen Schlauchwagen SW 1000 entgegen nehmen, als Ersatz für den 1977, gebrauchten und in Eigenleistung ausgebauten Schlauchwagen. Auch konnte eine neue TS 8/8 im Herbst 85 in Ausrüstungsbestand aufgenommen werden . Im Laufe des Jahres 1986 kaufte die Gemeinde Stuhr eine Teilfläche des Nachbargrundstückes für eine spätere Erweiterung des Feuerwehrhauses Heiligenrode.
Im Juni 1987 standen die aktiven Feuerwehrkameraden und deren Frauen, sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer im Dienst der Jugendfeuerwehr. Denn unsere Jugendfeuerwehr Stuhr feierte ihr 25jähriges Bestehen. Deshalb war die Jugendfeuerwehr und die Gemeindefeuerwehr Gastgeber für des 7. Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Diepholz. vom 27.Juni bis 05.Juli 1987. Alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Stuhr arbeiteten gemeinsam am Gelingen dieses Zeltlagers und haben den Gemeinschaftsgeist einer Gemeindefeuerwehr unter Beweis gestellt, zum Wohle unserer Jugendfeuerwehren. Diese Gemeinschaftsarbeit wiederholte sich bei der gemeinsamen Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandstages am 10. und 11. Juni 1995 in Binkum, bei dem die Gemeindefeuerwehr Stuhr Ausrichter war.
Am 12. August 1989 trafen sich die Feuerwehrkameraden um ca. 23.00 Uhr zu einem Sondereinsatz ohne Löschgeräte, dafür aber mit Fackeln, um ihren Ortsbrandmeister Alfred Detken um 00.00 Uhr zu seinem 62.Geburtstag zu gratulieren. Mit Ablauf des 62. Lebensjahres mußte Alfred Detken zum Monatsende das Amt des Ortsbrandmeisters an seinen Nachfolger.
Hermann Dierks abtreten und vom aktiven Feuerwehrdienst Abschied nehmen. Stellvertretender Ortsbrandmeister ist seitdem 01. September 1989, Horst Haberland.
Zum Ende des Jahres 1990 rückten die Bagger am Feuerwehrhaus an. Es wurde der 1969/70 erstellte Anbau mit zwei Garagen abgerissen und Platz geschaffen für den Neubau einer Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, Werkstatträumen und einem Schulungsraum im Obergeschoß. Das Tanklöschfahrzeug TLF8 und das Löschgruppenfahrzeug LF8 wurden für die Bauzeit in der Scheune des Ortsbrandmeisters Hermann Dierks, untergestellt. Die Bauarbeiten begannen zügig mit dem Beginn des neuen Jahres. Am 20. August konnte das Richtfest gefeiert werden. Der 24.April 1992 war ein bedeutsamer Tag für die Ortsfeuerwehr Heiligenrode, denn das war der Tag, an dem Ortsbrandmeister Hermann Dierks die Schlüssel für das neue Feuerwehrhaus in Empfang nehmen konnte. Es wurde ein Haus gebaut, das alle Voraussetzungen für einen reibungslosen Feuerwehrdienst erfüllt und sich durch den Baustiel der Umgebung anpaßt. Es wurde eine Bausumme von 1,65 Millionen DM verbaut.

Der Ortsbrandmeister Hermann Dierks und der stellvertretende Ortsbrandmeister Horst Haberland, stellten sich nach Ablauf einer Dienstperiode nicht für eine Zweite zur Verfügung. Die Mitglieder wählten auf der Jahreshauptversammlung 1994 Helmut True zum Ortsbrandmeister und Hayo Wilken zum Stellvertreter. Der Amtswechsel wurde am 31.August 1995 mit einer kleinen Feierstunde im Rathaus Stuhr vollzogen.
Hochwasser in Stuhr:
Der größte und längste Feuerwehreinsatz in der Gemeinde Stuhr, war das Hochwasser im Oktober 1998. Nach langen starken Regengüssen mit Stürmen war der Niederschlag in unserer Region so stark, daß der Klosterbach im Ortsteil Blocken über seine Ufer trat. Die übergelaufenen Wassermassen liefen in die Niederungen der Wohnbebauung der Gebiete Stuhr-Moordeich, Alt Stuhr und Königshof. Die Stuhrer Feuerwehren, die tagelang im Einsatz waren, wurden von den Bereitschaften der Kreisfeuerwehr Diepholz und dem Technischen Hilfswerk tatkräftig unterstützt. Von Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, von Helfern des Technischen Hilfswerks, freiwillig helfenden Bürgern und Bedienstete der Gemeinde Stuhr wurden fast unzählbare Stunden im Hochwassereinsatz, rund um die Uhr, geleistet. Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft Delmenhorst und Bassum waren ebenfalls erhebliche Überschwemmungen zu beklagen.
Im Jubiläumsjahr, am 22. Februar 2001 übergaben Bürgermeister Huntemann und Gemeindedirektor Döring, der Ortsfeuerwehr Heiligenrode ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/24. Dieses Fahrzeug löst das 1973 in Dienst gestellte TLF 8 ab.

Die Ausrüstung einer Feuerwehr ist das Sichtbare, aber ebenso wichtig ist die Ausbildung der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Alle im aktiven Dienst befindlichen Feuerwehrmitglieder haben eine Anzahl vorgeschriebener Ausbildungslehrgänge zu besuchen. Darüber hinaus werden von vielen Mitgliedern noch freiwillig Sonderlehrgänge für Spezialaufgaben besucht. Die Lehrgänge werden in der Gemeindefeuerwehr , den Feuerwehrtechnischen Zentralen Barrien und Wehrbleck, als Abend- und Wochenendlehrgänge, sowie an den Landesfeuerwehrschulen in Loy und Celle als Wochenlehrgänge besucht. Die Lehrgangsteilnehmer erhalten für ihre aufgewandte Freizeit eine kleine Lehrgangsentschädigung aus der Gemeindekasse.
Seit dem April 2003 ist die Ortsfeuerwehr Heiligenrode auch auf internationaler Ebene vertreten, zumindest bei den Wettbewerben des CTIF (Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu; deutsch: Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen). Die Gruppe hat im Jahr 2004 erstmals das Bundesleistungsabzeichen in Bronze erworben.
Nach zwölf Dienstjahren als Ortsbrandmeister ließ sich Helmut True nicht mehr für eine Wiederwahl aufstellen. Der bisherige Gruppenführer Sven Lüßen wird am 08. März 2008 als sein Nachfolger eingeführt.
Da die Fahrzeugpumpe des LF8 nicht mehr die Zuverlässigkeit aufwies, musste über eine neue Lösung nachgedacht werden. Somit wurden am 03.03.2011 ein LF-L und ein TSF vom Bürgermeister Cord Bockhop an die Ortsfeuerwehr übergeben. Damit hat sich auch die bisherige Aufgabe der Ortsfeuerwehr Heiligenrode -Wasserförderung über lange Wegstrecke- in den Bereich Logistik gewandelt. Das Löschgruppenfahrzeug Logistik (LF-L) ist das Erste in Niedersachsen dieser Art und verbindet die Funktionalität eines Gerätewagen Logistik mit der Schlagkraft eines Löschgruppenfahrzeugs und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Feuerwehr Dortmund und der Firma Schlingmann, Dissen (NRW).

Die Ausrüstung einer Feuerwehr ist das Sichtbare, aber ebenso wichtig ist die Ausbildung der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Alle im aktiven Dienst befindlichen Feuerwehrmitglieder haben eine Anzahl vorgeschriebener Ausbildungslehrgänge zu besuchen. Darüber hinaus werden von vielen Mitgliedern noch freiwillig Sonderlehrgänge für Spezialaufgaben besucht. Die Lehrgänge werden in der Gemeindefeuerwehr , den Feuerwehrtechnischen Zentralen Barrien und Wehrbleck, als Abend- und Wochenendlehrgänge, sowie an den Landesfeuerwehrschulen in Loy und Celle als Wochenlehrgänge besucht. Die Lehrgangsteilnehmer erhalten für ihre aufgewandte Freizeit eine kleine Lehrgangsentschädigung aus der Gemeindekasse.

