1912 übernahm Heinrich Bruns, Fange, die Leitung der Wehr. In seiner Amtszeit, die bis 1945 dauerte, fielen beide Weltkriege . Während des 1. Weltkrieges waren viele Mitglieder eingezogen, neun davon kehrten aus dem Krieg nicht zurück. Die Daheimgebliebenen hatten unter erschwerten Bedingungen den Feuerschutz sicherzustellen, eine Aufgabe, die besonders an die älteren Kameraden eine hohe Anforderung stellte. Wenn auch nicht durch unmittelbare Feindeinwirkung , wie im zweiten Weltkrieg, erhöhte Brandgefahr bestand, so lag das Problem bei der Beschaffung von Material und Pferde für die Spritze. Außerdem kam es in dieser Zeit auch darauf an, daß Werte, die durch Brände vernichtet wurden, nicht wieder beschafft werden konnten, denn es herrschte überall großer Mangel. In dieser schweren Zeit verbesserte sich, nach Aussagen von H.Bruns, das Verhältnis der Bevölkerung zu ihrer Feuerwehr erheblich.
Nach Beendigung des Krieges und der glücklichen Heimkehr der überlebenden Kameraden griff der Gedanke Platz, für die gefallenen Kameraden ein Denkmal zu errichten. Es wurde 1922/1923 erstellt.

Zum 50-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenrode im Jahre 1951 wurde die Kupferplatte restauriert, die bei den letzten Kriegshandlungen im April 1945 nicht weniger als fünf Durchschüsse erhalten hat. Leider mußten bei diesem Anlaß noch drei weitere Namen von den im zweiten Weltkrieg gefallenen Feuerwehrkameraden hinzufügt werden. Mit dem Bau des Ehrenmales der Gemeinde an der Tränke wurde 1967 auch das Denkmal der Feuerwehr nach dort versetzt. Bei diesen Arbeiten wurde auch die 1923 eingebaute Flasche mit den Dokumenten gefunden, die leider nicht mehr lesbar waren.

Im Jahre 1926 feierte die Freiwillige Feuerwehr Heiligenrode ihr 25jähriges Bestehen verbunden mit dem Kreisfeuerwehrverbandsfest. Leider fand dieses Fest bei starkem Regenwetter statt und die erhofften Besucherzahlen bei den Wettkämpfen konnten nicht erreicht werden, trotzdem gingen die Feierlichkeiten im Saal noch mehrere Stunden bei guter Stimmung weiter.

In der Zeit von der Gründung bis zum 1. Weltkrieg gab es in Heiligenrode keinen Mitgliedermangel, das änderte sich in der Zeit von 1918 bis 1945. Die aus dem Krieg zurückgekehrten Feuerwehrkameraden arbeiteten weiter in der Feuerwehr mit, jedoch hielten die Inflation und die schweren Wirtschaftskrisen gegen Ende der Zwanzigerjahre viele junge Männer, wegen der Beitragszahlungen und sonstiger finanzieller Opfer, von dem Beitritt zur Feuerwehr ab, sowie auch der Status „Hilfspolizei“ nach 1933. Trotz solcher personeller Schwierigkeiten war die Wehr stets einsatzfähig und schlagkräftig, wie dieses sich bei den Bränden 1926 (Stührmann), 1931 (Cohrßen u. Lüllmann) , sämtlich in Gr.Mackenstedt und 1933 (Castens ) in Bürstel zeigte. Alle diese Einsätze wurden mit der Handdruckspritze von 1902 gefahren. Es gab schon moderne Motorspritzen, jedoch die Gemeindeväter wollten oder konnten, trotz mehrfacher Vorstöße der Feuerwehr, noch keine Motorspritze kaufen. Heinrich Bruns sagte dazu: Bis 1941 machte unsere Wehr:„ Üb immer Treu und Redlichkeit“.