eiko_icon LKW-Unfall mit eingeklemmter Person - auslaufender Gefahrstoff

Technische Hilfe - Gefahrgut
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Einsatzort Details

BAB 1 FR Hamburg, zw. AD Stuhr und AS Brinkum
Datum 21.01.2020
Alarmierungszeit 10:48 Uhr
Alarmierungsart Sirene + Meldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Brinkum
Feuerwehr Fahrenhorst
Feuerwehr Groß Mackenstedt
Feuerwehr Stuhr
Rettungsdienst
Gefahrgutstaffel Syke
DRK Bereitschaft Brinkum
    4.Zug Kreisfeuerwehrbereitschaft 1
      Fahrzeugaufgebot   LF 10 Brinkum  TSF Brinkum  MTW Brinkum  KDOW Brinkum (KFW Diepholz)  ELW 1  LF10/6 Groß Mackenstedt  HLF 20/16 Groß Mackenstedt  RW - Kran Groß Mackenstedt  KDOW Groß Mackenstedt  LF 20/25-6 Stuhr  MTW (TEL-Nord)  NEF Leeste  Christoph 6  RTW Leeste 2  RTW Leeste   GWG Syke
      Technische Hilfeleistung - VU eingeklemmte Person

      Einsatzbericht

      Stuhr (mt) - Die Feuerwehren Groß Mackenstedt, Stuhr und der ELW aus Fahrenhorst wurden am heutigen Dienstagvormittag zu einem Verkehrsunfall auf die Autobahn A1 alarmiert. Ebenfalls alarmiert wurde der Fachzug Gefahrstoff der Kreisfeuerwehr, in der auch eine Einheit der Ortsfeuerwehr Brinkum eingebunden ist. Zwischen den Anschlussstellen AD Stuhr und AS Brinkum fuhr ein 7,5t-LKW vermutlich am baustellenbedingten Stauende auf einen Sattelschlepper auf und der Fahrer des auffahrenden LKW wurde in einem Führerhaus eingeklemmt. Laut Notrufmeldungen liefen aus dem nicht gesondert gekennzeichneten Klein-LKW Flüssigkeiten in verschiedenen Farben und Konsistenzen aus, so dass die Leitstelle in Diepholz neben der Technischen Rettung auch einen möglichen Gefahrstoffeinsatz alarmierte. Die ersteintreffenden Kräfte wurden über einen zufällig und privat an der Unfallstelle befindlichen Notarzt informiert, dass der Fahrer im 7,5t-Fahrzeug den Unfall nicht überlebt hat. Der Schwerpunkt verlagerte sich dadurch auf die Lageerkundung bei den auslaufenden Stoffen. Eine erste Sichtung brachte kein eindeutiges Ergebnis. Mit Hilfe des Fachberaters Gefahrgut der Berufsfeuerwehr Bremen und der Besatzung des Gerätewagen Gefahrgut und der Messgruppe der Kreisfeuerwehr wurden Proben entnommen und analysiert. Zeitgleich mit dem Messergebnis konnten ebenfalls die Ladepapiere ermittelt werden. Da es sich nicht um Gefahrstoffe sondern lediglich um Farben, Frostschutzmittel und Reinigungsmittel handelte, konnte anschließend eine Fahrspur zum Abfließen der im Rückstau befindlichen Fahrzeuge geöffnet werden. Nachdem der gesamte Verkehr bis zur Sperrung am AD Stuhr abgeflossen war, wurde die Leiche des Fahrers durch die Feuerwehr aus dem völlig zerstörten Führerhaus vorgenommen. Insgesamt waren ca. 100 Feuerwehrkräfte alarmiert, ca. 40 Kräfte waren am Einsatz letztlich beteiligt. Weitere Verkehrsteilnehmer wurden nicht verletzt. Ebenfalls im Einsatz waren der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, einem Rettungshubschrauber, dem leitenden Notarzt und dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Die DRK Bereitschaft Brinkum übernahm zu einem späteren Zeitpunkt die Eigensicherung der im Einsatz befindlichen Feuerwehrkräfte. Der Einsatz dauerte bis in den Nachmittag hinein, die Autobahn blieb anschließend noch für die Bergungsmaßnahmen gesperrt.

       

      sonstige Informationen

      Einsatzbilder