Die Gründung mit Entwicklungshilfe

Zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Seckenhausen bedurfte es der „Entwicklungshilfe" aus Brinkum. Dort gab es bereits seit 1895 eine „Freiwillige Feuerwehr". Es kann also angenommen werden, daß die Brandbekämpfung in Seckenhausen vor 1914 von Brinkum aus organisiert war, da Seckenhausen und Wulfhoop als Ortsteile der Gemeinde Brinkum zählten. Vor der offiziellen Gründung der Seckenhausener Wehr muß es schon eine eigene Gruppe zur Brandbekämpfung gegeben haben, da die Brinkumer Feuerwehrchronik für 1910 eine Verstärkung des Mannschaftsbestandes aus Seckenhausen und Wulfhoop um 18 Mann verzeichnet. 1913 erfolgte eine Trennung der Gemeinden. Dies nun war die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Sekkenhausen. Am 9. Januar 1914 beschloss die Gemeinde Sekkenhausen die Anschaffung einer vierrädrigen Feuerspritze, Modell „Rendsburg", von der im Kapitel „Geräte" noch die Rede sein wird. Am 16. Januar 1914 erfolgte dann die offizielle Gründungsversammlung, bei der sich 40 Gemeindemitglieder eingefunden hatten. 

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, daß 5 Mitglieder der Wehr als Hornisten ausgewiesen sind. „Hochgeschwindigkeitsprämien" für die Pferdegespanne gab es auch schon: für den zuerst eintreffenden Gespannführer wurde eine Belohnung von 4 Reichsmark gezahlt. Als Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Meyer („Kreuz-Meyer") bestimmt.


Vom 1. Weltkrieg bis 1932

Leider existieren für die Zeit des 1. Weltkrieges keine Unterlagen mehr. Es wird lediglich berichtet, dass die Wehr vor dem Kriegsausbruch 43 Miglieder zählte. Durch Kriegsgefangenschaft und Verwundung von Mitgliedern war die Einsatzbereitschaft der Wehr 1919 stark eingeschränkt.
In den Zwanziger Jahren konsolidierte sich die Wehr jedoch wieder. 1928 wurden in Seckenhausen, Hallenhausen und
Wulfhoop insgesamt 12 Feuermeldestellen eingerichtet, die bei Mitgliedern der Wehr installiert wurden.
1932 zählte die Wehr 52 Mitglieder. Ein Jahr zuvor war die Wehr mit neuen Uniformen ausgerüstet worden. 1932 wurde Uniformzwang für nicht dienstliche Veranstaltungen für alle Mitglieder eingeführt.

1933 - 1945

Das Jahr 1933 und die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland ging auch an der Seckenhausener Wehr nicht spurlos vorüber. Die Gemeindebrandmeister wurden nun zu „Wehrführern". Die Disziplin innerhalb der Wehr wurde durch neue Erlasse und Verordnungen verschärft und das einzelne Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wurde verpflichtet, für NS-Organisationen zu werben, zu sammeln und zu spenden. Zu den offiziell angeordneten Aufmärschen zum 1. Mai nahm sich nun die NSDAP das Recht, auch die Freiwillige Feuerwehr Seckenhausen zur Teilnahme aufzufordern.

1937 kam es zu einem Wechsel in der „Wehrführung" von Seckenhausen. Hermann Pfalzgraf stellte aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung und Julius Warneke wurde eingesetzt. Da Julius Warneke für eine Zeit die Feuerwehrschule in Celle besuchte, wurde er durch Georg Eggers und Heinrich Burhop vertreten. Auch Friedrich Danekes Name findet sich 1939 zeitweise in der Liste der Feuerwehrführer von Seckenhausen. Von 1941 an findet sich dann wieder der Name von Julius Warneke unter den Antwortschreiben an den Kreisführer Lahrs in Lahausen.

Mit dem Ausbruch des Krieges am 1. 9.1939 mußten monatliche Lageberichte an den Kreiswehrführer geschickt werden. Damit sollte jederzeit ein Überblick über die Stärke in den einzelnen Wehren ermöglicht werden, da die Wehrmacht durch ihre Anforderungen die Mannschaftsstärke in den Wehren veminderte. Für Seckenhausen werden 1939 noch 22 aktive Feuerwehrleute und 8 dienstfähige Männer der Altersabteilung aufgeführt. Ein Fragebogen vom 10. Mai 1938 verzeichnet dagegen noch 40 aktive Mitglieder für Sekkenhausen. Auch in den Jahren 1941 und 1942 änderte sich diese Situation nicht. Die Sollstärke wurde mit 41 und die Iststärke mit 26 bzw. 27 Mitgliedern angegeben.

1943 wurde offensichtlich die Diensttauglichkeit innerhalb der Wehren erneut überprüft. Die UK-Stellung, d.h. „unabkömmlich"/für die Wehrmacht nicht verfügbar, mußten beim Landratsamt erneut schriftlich abgesichtert werden. Auch wurden bei den Wehren Entgiftungstrupps eingerichtet, die eigens durch den „Kreischemiker" geschult werden mußten.

Am 28. Januar 1943 mußten alle 26 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Seckenhausen durch ihre Unterschrift bestätigen, daß sie über die Tatsache belehrt worden waren, nun der SS- und der Polizeigerichtbarkeit während des Feuerwehrdienstes zu unterstehen. Sie wurden damit Teil der Feuerschutzpolizei.

Im Herbst 1943 werden Ergänzungskräfte für den Notdienst bei der Feuerwehr ausgebildet. Am 1. Februar 1944 sollten 50 % der noch vorhandenen Kräfte durch ausgebildete Reserven ersetzt werden können. Es war auch an die Ausbildung von Frauen gedacht worden. Ob eine Heranziehung zu diesem Notdienst auch in Seckenhausen erfolgt ist, konnte aus den Unterlagen nicht entnommen werden. Wahrscheinlich ist es jedoch nicht erforderlich gewesen.

Ab 1943 wurde für die Wehr von Seckenhausen neben der „normalen" Brandbekämpfung der Einsatz zur Bekämpfung von Bombenschäden oder von Bränden, die durch Phosphorbomben hervorgerufen wurden, immer bedeutender. 1944 wurden dafür nochmals spezielle Schulungen angesetzt. Im gleichen Jahr wurden die Dienstgradbezeichnungen der Feuerwehr geändert und der Polizei angeglichen. Ab Herbst 1944 wurden für Seckenhausen Dienstpläne erstellt, die rund um die Uhr gingen. Für jeweils 2 Stunden war ein Mitglied der Wehr für die Organisation der Brandbekämpfung zuständig. Gedacht war in erster Linie an die Brände, die durch Bombenabwürfe entstehen konnten. Daran läßt sich leicht ablesen, daß die Gefahr für Sekkenhausen enorm zugenommen haben muß

Für 1945 erging nochmals ein Aufruf zur Überprüfung der Gasmasken. Vielleicht ist bei der militärischen Führung mit einem massiven Einsatz von Giftgas durch die Alliierten zur rascheren Beendigung des Krieges gerechnet worden. Im April/Mai 1945 scheint sich die Wehr in den allgemeinen Wirren des Kriegsendes zunächst aufgelöst zu haben.

Ein Neuanfang nach 1945

Über die Neuanfänge der Seckenhausener Wehr nach 1945 läßt sich aus den Unterlagen nichts gewinnen. Doch dürfte es in Seckenhausen nicht anders gewesen sein als in Brinkum. Fahrzeuge und Geräte waren durch die englische Besatzungsmacht abtransportiert worden. Benzin und Öl waren rationiert. Die aus dem Krieg heimkehrenden Mitglieder der Wehr hatten privat Sorgen und Nöte genug. Dennoch muß aus den noch verbliebenen Resten bald wieder eine Freiwillige Feuerwehr aufgebaut worden sein. 1949 ist wieder von einer Jahresversammlung die Rede. Über die Mannschaftsstärke zu dieser Zeit wird leider nichts mitgeteilt. Brandmeister wurde nun Heinrich Ahrens. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde gestaltete sich ab 1952 sehr eng, so daß die Wehr von dorther für ihren Aufbau tatkräftige Unterstützung erfuhr.

Im August 1953 feierte die Wehr ihr vierzigjähriges Jubiläum, ein Jahr zu früh, wie inzwischen bekannt ist. Der persönliche Kontakt unter den Mitgliedern wird zu dieser Zeit als ausserordentlich gut geschildert. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Ein großer Tag in der Geschichte der Seckenhausener Freiwilligen Feuerwehr war der 1. 6. 1956. An diesem Tag wurde für die Wehr ein eigener LF-8 Wagen in Dienst gestellt. Der Kreisbrandmeister war anwesend auch alle „Ehemaligen" der Seckenhausener Wehr feierten dieses Ereignis mit.

Am 24. 11. 1962 stellte Heinrich Budelmann sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Oberfeuerwehrmann Gerhard Schwanz gewählt. Er sollte sein Amt leider nur sehr kurze Zeit innehaben.


Das 50 Jährige Jubiläum

Am 8. 8. 1963 wurde - wieder zu früh - das 50jährige Bestehen der Seckenhausener Wehr gefeiert. Die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren anwesend. Da zu diesem Anlass am 12. 8. ein Festzelt bei der Gaststätte Gläscher-Meyer errichtet worden war, muß es sich um eine ausgedehntere Festlichkeit gehandelt haben. In einer Feierstunde wurden sechs „Gründervätern" vom Kreisbrandmeister die goldene Ehrennadel mit Urkunde verliehen. 

Gerhard Schwanz erfuhr vom Kreisbrandmeister eine besondere Belobigung, da er alle vorgeschriebenen Kurse in kürzester Zeit mit gutem Erfolg absolviert hatte. Er wurde zum Oberlöschmeister befördert. Am 19. 12. 1963 trugen die Mitglieder der Wehr ihren geschätzten Gemeindebrandmeister zu Grabe. Es war ihm leider keine längere Amtszeit vergönnt. Am selben Tag noch mußte die Wehr zu einem Brand nach Brinkum eilen, wo ein Wirtschaftsgebäude in Brand geraten war. Menschen waren zwar nicht bedroht, aber die Männer der Wehr retteten das Vieh vor dem Tod durch die Flammen.

1963 übernahm noch einmal Heinrich Budelmann das Amt des Gemeindebrandmeisters, das er bis 1975 inne hatte.

Am 19. 12. 1966 konnte der Wehr eine neue TS-8 übergeben werden. Im gleichen Jahr war es einer Wettkampfgruppe aus Seckenhausen gelungen, bei den Unterkreiswettkämpfen in Arsten für die beste Wertung eine Goldmedaille und den Wanderpokal zu erkämpfen.

Am 18. 6. 1967 gaben die Mitglieder der Seckenhausener Wehr ihrem ehemaligen Gemeindebrandmeister Julius Warneke das letzte Geleit. Er hatte die Wehr in der schwierigsten Zeit ihres Bestehens während des Dritten Reiches mit seinen Auswirkungen des 2. Weltkrieges geleitet.

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Das älteste erhaltene Mannschaftsbild
der Freiwilligen Feuerwehr Seckenhausen - 1967

Am 21.8.1967 richtete die Wehr von Seckenhausen die Pokalwettkämpfe aus, denn sie mußte als Vorjahressiegerin ihre Trophäe verteidigen. Die Wehr von Groß-Mackenstedt erkämpfte sich den Pokal. Da Seckenhausen immerhin an zweiter Stelle lag, wurde zum Abschluss der Wettkämpfe dann doch kräftig gefeiert.


Neue Fahrzeuge

1968 vergrößerte sich der Aufgabenbereich der Freiwilligen Feuerwehr erheblich. Durch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben in Seckenhausen wurde ein noch effektiverer Brandschutz innerhalb der Gemeinde erforderlich. Wenn bisher schon erhebliche Verluste entstehen konnten, wenn landwirtschaftliche Anwesen niederbrannten, so war nun der mögliche Schaden bei Gewerbebetrieben um ein Vielfaches höher. Daher entschloss sich der Gemeinderat, durch die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges den „Erstschlag" gegen ein ausbrechendes Feuer wirksamer zu gestalten. Weiterhin wurde beschlossen, ein neues Gerätehaus mit vier Toren bauen zu lassen. Die neue Halle sollte nun auch eine Ölheizung erhalten, um im tiefsten Winter jederzeit die Betriebsbereitschaft der Fahrzeuge zu garantieren.
Am 30. November 1970 wurde dann das Fahrzeug TU 16 in Betrieb genommen. Das Jahr verlief insgsamt recht ruhig.

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 Die Fahrzeuge der Seckenhauser Wehr - 1970

Neues Gerätehaus, neue Gemeinde, neues Fahrzeug...

Am 14. Mai 1971 konnte dann auch das neue Gerätehaus in Anwesenheit des Bürgermeisters Meyerholz und des Kreisbrandmeisters Sievers seiner Bestimmung übergeben werden. Zum gleichen Zeitpunkt erfolgte die offizielle Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeugs. Die Gemeinde hatte insgesamt für die Modernisierung der Wehr und die Verbesserung des Feuerschutzes die Summe von etwa 200.000 DM investiert. im Juni ließen sich der Bürgermeister und eine Delegation von Harpstedt Gerätehaus und Tanklöschfahrzeug vorführen als Beispiel für die eigene Gemeinde.
Die Bewährungsprobe des neuen Fahrzeuges erfolgte schon am 27.Juli 1971 als ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude an der B322 in Seckenhausen durch Blitzschlag in Brand geriet. Der Brand konnte in kürzester Zeit unter Kontrolle gebracht werden.

1972 zeichnete sich bereits die Gemeindereform ab, die für Seckenhausen und seine Wehr erhebliche organisatorische Veränderungen mit sich brachte. Am 8. Februar wurde Heinrich Budelmann für seine 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Hermann Ellinghausen, Heinrich Lohmann, Johann Daneke, Dietrich Käting und Heinrich Lammers konnten gar auf ein halbes Jahrhundert bei der Freiwilligen Feuerwehr zurückschauen.

Gegen Ende des Jahres wurde durch die Anschaffung einer Funkanlage die technische Ausstattung der Wehr verbessert. Damit konnte die Einsatzfähigkeit entscheidend verbessert werden weil die Informationsübermittlung nun wesentlich weniger Zeit in Anspruch nahm als vorher.

Im April 1973 konnte die Wehr von Seckenhausen erneut ihre Einsatzfähigkeit und ihr Können unter Beweis stellen als es zu einem Großbrand im Reifenlager der Firma Meyer und Bolte kam. Als Ursache wurde Brandstiftung vermutet. Während der Löscharbeiten, die von Drehleitern aus und mit den neu angeschafften Tankfahrzeugen durchgeführt wurden, verbreitet sich die Schreckensmeldung, dass ein Kind vermißt wurde, welches angeblich noch in dem brennenden Wohnhaus schlafen sollte. Der Verdacht bestätigte sich dann aber doch nicht. Nachbarn hatten das Kind bereits in Sicherheit gebracht.

Im Mai wurden dann zwei Großübungen veranstaltet. Durch den Brand in der Reifenfirma hatte sich gezeigt, daß Notwendigkeit eines schnellen Eingreifens und einer guten Zusammenarbeit auch bei möglichen Brandfällen in anderen Seckenhausener Firmen bestand. Daher wurde ein Großbrand der Firma Wittenberg und bei der Firma Lerbs angenommen. Zur Übung gehörte ebenfalls, daß die Sekkenhausener Wehr festzustellen hatte, daß sie den Brand allein nicht bekämpfen konnte. Mit Hilfe der neuen Funkanlage wurden weitere Feuerwehren herbeigerufen. Schließlich standen insgesamt 90 Mann zur Verfügung, die ihre Aufgabe glänzend bewältigten.

Im Juni 1973 feierte die Wehr ihr 60jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür, an dem die gesamte Gemeinde Gelegenheit hatte, die Fahrzeuge und den Stand der technischen Ausrüstung zu begutachten. In seiner Festrede ging der Kreisbrandmeister auf die bevorstehenden Veränderungen ein, die sich durch die Gemeindereform ergeben sollten.

Am 22. April 1974 wurde der Ortsbrandmeister Günter Hägedorn von Groß-Mackenstedt von Vertretern der 6 Feuerwehren aus der neu geschafften Großgemeinde Stuhr zum neuen Gemeindebrandmeister dieser Großgemeinde gewählt. Die wichtigste Aufgabe bestand für ihn in der Koordination der 6 Feuerwehren, die in den Ortsteilen zwar selbständig bleiben, die aber nun für die gesamte Großgemeinde zur Verfügung stehen müssen. Im Zuge der Neuwahlen für die Ortskommandos innerhalb von Stuhr stellte sich Heinrich Budelmann erneut zur Wahl. Danach Bestimmungen der Leiter des Ortskommandos auf 6 Jahre gewählt werden mußte und H. Budelmann schon im 64. Lebenjahr stand, wurde am 12. 9. 1974 gleich der Nachfolger des alten Ortsbrandmeisters gewählt. Friedel Lübkemann wurde der offizielle Stellvertreter und kommender „Ortsteilbrandmeister". Da F. Lübkemann das Amt 1975 antreten sollte, wurde Hans-Heiner Lampe zu seinem Stellvertreter gewählt.

In der Brandschutzwoche im Oktober 1974 stellte sich die Wehr von Seckenhausen im Rahmen eines großen Umzuges mit anderen Feuerwehren der neuen Gemeinde Stuhr und einem Tag der offenen Tür erneut der Öffenlichkeit vor. Am 29. 10. 1974 fand die offizielle Amtseinführung der neuen Ortsbrandmeister statt. Alle durften sich in das goldene Buch der Gemeinde eintragen. Die 6 Feuerwehren der Gemeinde Stuhr konnten nun insgesamt 250 Mann zur Brandbekämpfung aufbieten. Damit nahm Stuhr einen führenden Platz innerhalb des Landkreises ein. Noch war der Landkreis Syke gemeint. Aber auch hier zeichnete sich schon eine Anderung ab.

Die Ausrüstung der Wehr mit Atemschutzgeräten und die Einsatzübungen mit diesen schweren Geräten stellten eine weitere Verbesserung des Brandschutzes in Seckenhausen im Laufe des Jahres 1974 dar. Unmerklich hatte sich hier eine technische Revolution vollzogen. Die Bergung von Menschen und Gegenständen in brennenden Gebäuden mußte bisher ohne ausreichenden Atemschutz rasch abgebrochen werden. Durch die Verwendung von Pressluftflaschen wurde es nun möglich, viel länger als bisher Rettungsmaßnahmen in einem von Rauch erfüllten Gebäude vornehmen zu können.

1975 wurde dann durch Anschaffung eines Rüstwagens, der allerdings für die gesamte Gemeinde Stuhr gedacht war und in Groß Mackenstedt stationiert ist, die mögliche Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen verbessert. Seither ist das Fahrzeugaufkommen von Jahr zu Jahr gestiegen, und die Hilfe der Feuerwehr bei Unfällen ist mindestens so wichtig geworden wie der rasche Einsatz in Brandfällen.

Durch den extrem heißen und trockenen Sommer 1975 kam es zu ausgedehnten Bränden in der Lüneburger Heide. Die Feuerwehr von Seckenhausen wurde ebenfalls vom Gasthof Uhlhorn in Asendorf zur Brandbekämpfung in den Naturpark Südheide in Marsch gesetzt.

Am 2. 9.1975 wurde Heinrich Budelmann zum Ehrenbrandmeister der Gemeinde Stuhr ernannt. Er hatte nun 18 Jahre lang als Ortsbrandmeister in Seckenhausen im aktiven Dienst gestanden. Der Gemeindedirektor Rendigs dankte ihm hierfür in einer Rede. Eine besondere Überraschung war ein Ständchen des Spielmannszuges der Jugendfeuerwehr von Bassum. An bemerkenswerten Einsätzen waren in diesem Jahr die Löscharbeiten bei dem Großbrand des Hofes von HerbertAhrens in Seckenhausen zu Ostern sowie die Teilnahme an einer Großübung auf dem Firmengelände der Firma Cordes und Graefe zu nennen.

1977 wurde das Alarmierungssystem der gesamten Gemeide Stuhr verbessert. Es wurde eine Anlage installiert, die alle Alarmsysteme innerhalb der Großgemeinde über ein Funksignal in Gang setzen kann. Eine ortsteilbezogene Auslösung des Sirenentons ist ebenfalls möglich. Damit wurde die bisherige Praxis aufgehoben, die so aussah, daß jemand in dem Haus, auf dessen Dach sich die Meldestelle befand, auf den Dachboden laufen müßte, um die Sirene per Knopfdruck auszulösen. Dies hatte zuweilen zu Pannen und Ausfällen geführt. Damit war es nun vorbei.

Im Rahmen der Brandschutzwoche wurde am 24. 10. 1977 eine Großübung durchgeführt, bei der eine Flugkatastrophe auf dem Bremer Flughafen mit anschließenden Detonationen im Gewerbegebiet Stuhrbaum angenommen wurde. 49 Fahrzeuge und 250 Wehrmänner beteiligten sich an dieser Übung. Die gute Zusammenarbeit der Seckenhausener Wehr und ihr wirksamer Einsatz wurden ein weiteres Mal unter Beweis gestellt.

Die Seckenhausener Wehr konnte in diesem Jahr auf 41 aktive Mitglieder zurückgreifen. Am 2. 2. 1978 war dann die beschriebene Umstellung des Alarmsystems abgeschlossen. Beim ersten Probealarm mußte noch ein Feuerwehrmann neben jeder Sirene stehen, der dann per Funkgerät meldete, ob die Sirene auch wirklich ordnungsgemäß funktioniert hatte. Die Technik versagte nicht.

Anläßlich der Jahreshauptversammlung am 22. 1. 1979 führte der Ortsbrandmeister Friedel Lübkemann aus, daß die Wehr im Jahre 1978 insgesamt 1500 Stunden für Arbeiten und Dienste abgeleistet hatte. Daran soll einmal verdeutlicht werden, welches Opfer an Arbeit und Zeit die einzelnen Mitglieder der Wehr während eines Jahres erbringen. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Hans-Heiner Lampe wurde für seine 25jährige Zugehörigkeit zur Seckenhausener Wehr geehrt.

Auch im neuen Jahrzehnt führten das bereits bewährte Team, bestehend aus Friedel Lübkemann als Ortsbrandmeister und Hans-Heiner Lampe als sein Stellvertreter, die Ortswehr von Seckenhausen.

Für das Jahr 1980 war die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges vorgesehen. Die Gemeinde Stuhr hatte dazu die finanziellen Voraussetzungen geschaffen. Das Fahrzeug sollte als Ersatz für das Löschgruppenfahrzeug 8, Marke Opel, dienen. Es handelte sich immerhin um einen Veteranen mit der Erstzulassung von 1956!

Am 15. 10. 1980 war es dann soweit. Ein Fahrzeug des Types Magirus-Deutz wurde von der Ordnungsamtleiterin Dagmar Linke dem Seckenhausener Ortskommando übergeben. Bei der Schlüsselübergabe trug sie sogar ein Gedicht vor, in dem der gesamte Werdegang, der der Anschaffung des Fahrzeuges vorangegangen war, geschildert wurde. Bei der Anschaffung hatte die Ortswehr Wünsche äußern dürfen. Daher war die Freude nun um so größer, als der Schlüssel des LF 8 an den Ortsbrandmeister übergeben wurde. Das neue LF 8 wurde gründlich besichtigt und auch sofort einer Sitzprobe unterzogen. Auch der Preis sollte nicht verschwiegen werden: die Gemeinde gab dafür 80.000 DM aus.

1981 - 1987

Das Jahr 1981 kann im Rückblick als eines der ruhigsten für die Ortswehr angesehen werden. Ein Garagenbrand in Wulfhoop und ein ausgebrannter Pkw auf der B51 bei „KreuzMeyer" stellten wahrhaftig keine große Herausforderung dar. Fast schwieriger als der Ernstfall war die Katastrophenübung vom September, bei der der Absturz einer Frachtmaschine beim Abheben vom Bremer Flughafen angenomemen wurde. 604 Feuerwehrleute, darunter die Seckenhausener Ortsfeuerwehr, waren bei der „Brandbekämpfung" in Stuhrbaum eingesetzt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 18. 1. 1982 konnten alle Mitglieder der Wehr zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken: 42 aktive Mitglieder standen zur Verfügung, 1800 Stunden Dienst waren geleistet worden, und auch der Kassenwart konnte einen positiven Bestand melden. Für ihre 25jährige Mitgliedschaft wurden Bruno Haske, Heinrich Lampe und Helmut Rottmann von Gemeindebrandmeister Hägedorn ausgezeichnet.


Am 3.3.1982 fand im Rahmen einer Gemeindekommandositzung eine Ehrung statt, die bei einer Ortswehr wirklich selten ist: Heinrich Budelmann wurde mit dem Gemeindeehrenteller für seine 50jährige Mitgliedschaft bei der Wehr geehrt! 

Als besonders erfreuliche Entwicklung konnte in diesem Jahr festgestellt werden, daß sich viele Jugendliche bei der Feuerwehr engagierten. Von der viel beklagten „Null-BockHaltung" konnte in Stuhr nicht die Rede sein. Die Feuerwehr wurde jedenfalls nicht von Nachwuchssorgen geplagt! Erwähnenswert waren die zahlreichen Aktivitäten der Ortswehr, die (wie in anderen Jahren auch) neben der eigentlichen Aufgabe der Brandbekämpfung und den dazu notwendigen Übungen zu verzeichnen waren: die Ortswehr führte die sich in Abständen wiederholende Altkleidersammlung durch, stellte Brandwachen bei damals noch anzumeldenden Osterfeuern und half bei Reitturnieren mit.

Eine für die Ortswehr besonders unangenehme Erscheinung mußte in Seckenhausen besonders in diesem Jahr festgestellt werden. Es kam zu einer Anzahl von Fehlalarmen, die für irgendwelche Partygäste offensichtlich ein besonderer Spaß sein sollte.

Am 18. 7.1983 kam es durch das Abbrennen eines abgeernteten Feldes an der Autobahn zwischen Groß-Mackenstedt und Groß-Ippner zu einer sehr intensiven Rauchentwicklung, die einen ähnlichen Effekt für die Autofahrer hatte wie dichter Nebel. Durch plötzliches Bremsenmannöver infolge der Sichtverschlechterung kam es an dieser Stelle zu einem Massenauffahrunfall. Lastwagen und Pkw's verkeilten sich ineinander und fingen sofort Feuer. Gemeinsam mit 4 Ortswehren der Gemeinde wurde hier die Seckenhausner Wehr ebenfalls eingesetzt. Hilfe kam aus Delmenhorst, Harpstedt und Wildeshausen. Selbst der Bezirksbrandmeister der Region Weser-Ems war an der Unfallstelle. Neben den Löscharbeiten mußten Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten durchgeführt werden. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Vier Tote und 11 Verletzte waren zu beklagen, der Sachschaden war kaum zu schätzen. Die Arbeit der Feuerwehr und der Polizei wurde durch das Heer der Schaulustigen stark behindert.

Am 24. 9. 1983 stand die Halle einer Eisenbiegerei an der B6 in Brinkum in Flammen. Wegen der nahegelegenen Tankstellen wurden weitere Löschzüge als die von Brinkum und Groß-Mackenstedt angefordert, die aber nicht einzugreifen brauchten. Die Halle brannte ab, Maschinenpark und Stahlmaterial wurden vernichtet.

Am gleichen Tag brannte der Reiterhof Birkenhof in Fahrenhorst nieder. Die Seckenhausener Wehr mußte von Brinkum-Nord sofort zu diesem Großbrand ausrücken. Als Ursache des Feuers konnte eine Brandstiftung rasch nachgewiesen werden. Das Amtsgericht in Syke hatte am gleichen Tag die Zwangsversteigerung des Anwesens verfügt!

Am 24. 11. 1983 ging das Amt des Gemeindebrandmeisters von Günter Hägedorn auf Rudolf Dahnken über, der sein Amt sofort mit dem jährlichen Probearlarm (diesmal in Heiligenrode) antrat. Das Jahr ging mit einer erneuten Brandbekämpfung auf dem Birkenhof in Fahrenhorst zuende. Dort wurden durch eine erneute Brandstiftung auch noch die letzten intakten Gebäudereste vernichtet.

Das Jahr 1984 stellte nur geringe Anforderungen an die Ortswehr. Sie wurde lediglich zur Bekämpfung von kleineren Bränden gerufen. Dafür stieg die Zahl anderer Hilfeleistungen.

Durch zahlreiche Übungen und Lehrgänge konnte der Ausbildungsstand der Ortswehr im Verlaufe des Jahres verbessert werden. So wurden Sprechfunk- und Atemschutzeinsatzlehrgänge durchgeführt. Auch die Ausbildung an der Kettensäge oder die Einweisung von Fahrzeugen gehörte zu diesen Übungen.

Die Ausweitung der Industriegebiete innerhalb der Gemeinde, aber auch die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der dort angesiedelten Unternehmen machten 1985 eine genaue Durchsicht auf mögliche Brandgefahren oder die Entstehung schädlicher oder giftiger Dämpfe nötig. Jede Ortswehr innerhalb der Gemeinde Stuhr wurde aufgefordert, mögliche Gefahrenquellen aufzuspüren und auch eine Einschätzung darüber zu geben, wieviele Kräfte im Ernstfall erforderlich sein würden. Besonders wichtig war es, im Rahmen einer solchen Durchsicht, Lage und Zustand der einzelnen Löschwasserstellen zu inspizieren. Diese Aufgabe wurde auch in Seckenhausen sorgfältig erfüllt.

Im Rahmen der Brandschutzwoche 1985 wurde eine große Fahrübung veranstaltet, an der 250 Fahrzeuge teilnahmen, die schließlich alle an der Schützenhalle Brinkum geparkt wurden. Oberkreisdirektor Heise war selbst anwesend, um die Brandschutzwoche zu eröffnen. Bei dieser Gelegenheit überstellte er zwei Motorräder an die Erkundungs- und Lotsengruppe in Stuhr und Weyhe, um deren Einsatzfähigkeit zu verbessern.

Auf der Jahreshauptversammlung 1986 wurde Alfred Knief für seine 40jährige Mitgliedschaft bei der Ortswehr von Sekkenhausen geehrt. Außerdem erfolgte die Übergabe des neuen TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) durch die Leiterin des Ordnungsamtes, Frau Linke-Uhlhorn. Ein großes Lob erhielt die Ortswehr durch den stellvertretenden Bürgermeister Joppe, der die Bedeutung der Feuerwehr für eine dörfliche Gemeinschaft herausstellte. Die Seckenhausener Wehr sei sehr gut ausgebildet und für den Brand- und Katastrophenfall bestens gerüstet. Die Gemeinde wolle alles tun, um diesen Stand durch die Anschaffung von modernem Gerät zu halten.

Ein Ereignis am 25. 5. 1986 gehört fast in den Bereich des Anekdotischen, wenn es für den Beteiligten nicht (zumindest finanziell) schmerzlich verlaufen wäre: auf der B51 in Seckenhausen brannte ein Hanomag Kurier aus dem Jahr 1934 aus! Dem Oldie konnte selbst die sofort alarmierte Ortswehr nicht mehr helfen!

Außer einigen kleineren Einsätzen wurde die Ortswehr in der zweiten Hälfte des Jahres nicht besonders gefordert.

Am 3. 7. 1987 vollzog sich ein Wechsel an der Spitze der Ortswehr von Seckenhausen. Der langjährige Ortsbrandmeister Friedel Lübkemann gab seinen Rücktritt aufgrund beruflicher Veränderungen bekannt.

Neuer Ortsbrandmeister wurde nach der ordnungsgemäß durchgeführten Wahl Hans-Heiner Lampe. Zu seinem Stellvertreter wurde Jens Hillman gewählt, der zu den Jüngeren innerhalb der Ortswehr gezählt wird. Die offizielle Verabschiedung durch den Gemeindedirektor erfolgte am 5. 9. 1987.

Obwohl die Arbeit der Feuerwehr allgemein geschätzt und anerkannt wird, gibt es doch Leute, die ein Feuerwehrgerätehaus als bloße Ansammlung wertvoller und nützlicher Gegenstände betrachten. So wurde das Seckenhausener Gerätehaus im August und nochmals im November Ziel unbekannter Einbrecher, die es besonders auf Funkgeräte und Werkzeug abgesehen hatten.

Die am 26. 10. 1987 angesetzte Katastrophenübung zeigte deutlich, daß der Feuerwehr im Laufe der Jahre eine neue Aufgabe zugewachsen ist: der Umweltschutz. Angenommen wurde das Austreten von Sauergas aus einer Bohrstelle in Ristedt. Durch das Zuführen von Wasser wurde zunächst das Ausströmen des Gases unterbunden. Daneben mußte die Feuerwehr die Aufgabe übernehmen, die Gaskonzentration in der Luft zu messen, um eine Überschreitung des Grenzwertes sofort feststellen und die nötigen Maßnahmen bis hin zur Evakuierung der Bevölkerung durchführen zu können. Es war ein Krisenstab von 15 Personen gebildet worden, die hervorragende Teamarbeit leisteten. Eine weitere Aufgabe in Sachen Umweltschutz wurde erneut für die Ortswehr bei einer Übung in der Industriestraße am 18. 11. gestellt, als ein - angeblich - durch Schweißarbeiten verursachter Brand zu löschen war. Einige Tonnen mit kennzeichnungspflichtigen Chemikalien mußten dabei in Sicherheit gebracht werden. Daran wird deutlich, daß durch die vielfältige Verwendung chemischer Produkte die Arbeit der Feuerwehr eher schwieriger als leichter geworden ist.


1988

Die größte Herausforderung für die Ortswehr in diesem Jahr stellte ein Großfeuer dar, das in einem Torfabbaugebiet bei Borstel in der Nähe von Sulingen entstanden war. Am 14. 5. 1988 waren zahlreiche Löschzüge aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg im Einsatz. Die Löscharbeiten erwiesen sich zunächst fast als sinnlos, da der Wind auch die winzigsten Brandnester sofort wieder anfachte. Schließlich stellte die Bundeswehr Transall-Maschinen zur Verfügung, die mit einem Fassungsvermögen von 12 000 Litern pro Flugzeug beim Löschen erfolgreich waren. Die Männer der Wehr mußten sogar in verschiedenen Schichten arbeiten. Nach 4 Tagen war der Brand gelöscht.

 

 

1985

Gruppenfoto zum 75jährigen Jubiläum

 

1990

Während der Jahreshauptversammlung wurde ein neues Ortskommando ohne Ortsbrandmeister (Hans-Heiner Lampe) und dessen Stellvertreter (Jens Hillmann) gewählt.

Schriftführer: Jürgen Riekers

Stellv. Schriftführer: Jürgen Daneke

Kassenführer: Bruno Haske

stellv. Kassenführer: Heiner Lampe

Gruppenführer: Heinz Beneker und Rudolf Siemers. Hermann Schwanz war nicht neu zu wählen.

Gerätewarte: Werner Kohlweyh und Gerd Siemer

Sicherheitsbeauftragter: Heinrich Remmers

Beisitzer: Friedel Lübkemann

Ein einsatzreiches Jahr. Es gab 24 Alarmierungen. Neun Brandeinsätze in Seckenhausen, eine nachbarschaftliche Löschhilfe, elf techn. Hilfeleistungen und drei Fehlalarme.

 

1991

Ein sehr seltenes Ereignis für eine freiwillige Feuerwehr trat ein: Hermann Ellinghausen wird für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Es gab 20 Alarmierungen. Zehn Brandeinsätze, acht techn. Hilfeleistungen und zwei Fehlalarme.

 

1992

Die Planungen für einen Umbau des Feuerwehrhauses sind aufgenommen worden und das Geld im Haushalt der Gemeinde bereits eingeplant.

Auch 1992 nahm die Wehr am Erntefest teil. Der Wagen wurde im Gerätehaus geschmückt.

 

1993

Das Kommando wird neu gewählt:

Ortsbrandmeister: Jens Hillmann

Stellv. Ortsbrandmeister: Heinz Beneker

Kassenführer: Heiner Lampe

Stellv. Kassenführer: Hilmer Ellinghausen

Schriftführer: Dieter Wendt

Stellv. Schriftführer: Jürgen Riekers

Gruppenführer: Rudolf Siemers, Jürgen Daneke und Dieter Wendt

Gerätewarte: Werner Kolweyh und Gerd Siemer

Beisitzer: Friedel Lübkemann und Hans-Heiner Lampe.

Für die 50jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Paul Ruch das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Er konnte es aus gesundheitlichen Gründen nicht auf der Jahreshauptversammlung in Empfang nehmen. Es wird ihm später durch das Ortskommando erreicht. 

Die Wehr hatte im Jahr 1993 folgende Einsätze:

13.01.93 Fehlalarm bei Cordes und Graefe

14.01.93 Umgestürzter Baum in der Wulfhooper Straße

08.02.93 Abstreuen einer Dieselspur an der B322.

06.03.93 Suche nach vermisster Person in Fahrenhorst

01.04.93 Brand von Gartenabfällen im Wacholderweg

09.94.93 Auspumpen eines Kellers in Brinkum

14.04.93 Böswilliger Alarm Wulfhooper Straße und

Einsatz des Be- und Entlüfungsgerätes beim Café Meyer in Heiligenrode

09.05.93 Flächenbrand nach Blitzeinschlag am Hombach

20.05.93 Böswilliger Alarm Wulfhooper Straße 18

11.06.93 Fehlalarm bei Cordes und Graefe

14.06.93 Fehlalarm durch heiße Dacharbeiten bei Cordes und Graefe

29.06.93 Böswilliger Alarm Wulfhooper Straße 12

28.07.93 Blitzeinschlag in die Alarmanlage bei Cordes und Graefe

28.08.93 Abstreuen einer Ölspur in der Wulfhooper Straße nach VU

22.09.93 Entstehungsbrand am Pumpwerk 2

25.09.93 Scheunenbrand Wulfhooper Straße 17

19.11.93 Scheunenbrand Wulfhooper Straße 17

09.12.93 Fehlalarm bei Cordes und Graefe, durch Sturm ausgelöst

20.12.93 Deckenbrand Bassumer Straße 157

(aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung)

Bemerkenswert war der zweifache Brand in der Wulfhooper Straße, bei der die Ortsfeuerwehren Fahrenhorst und Brinkum unterstützten.

Die Wehr hat am Tage der Jahreshauptversammlung 40 aktive Mitglieder, 13 Kameraden in der Altersabteilung und 53 fördernde Mitglieder.

 

1994

 

Der ehemalige Ortsbrandmeister Hans-Heiner Lampe erhält die Auszeich

 

nung für vierzig Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

In diesem Jahr stand wieder der Besuch bei der Partnerfeuerwehr in Wehrendorf an. Wie immer war alles bestens vorbereitet und die Gastfreundschaft der Wehrendorfer Kameradinnen und Kameraden war sprichwörtlich.

 

 

 

 



1999 wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16 / 25 von der Firma Schlingmann beschafft, welches das Fahrzeug aus dem Jahre 1968 ersetzte.

Im neuen Jahrtausend steuert die Feuerwehr Seckenhausen auf ihr 100jähriges Jubiläum zu. Im Jahr 2003 ist Jens Hillmann Ortsbrandmeister, sein Stellvertreter ist Dieter Wendt.

Seit 2013 ist Henning Bolte Ortsbrandmeister und Bernd Dücker sein Stellvertreter.