Feuer Recyclinghof - Großbrand

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Einsatzort Details

Brinkum, Rodendamm
Datum 24.05.2015
Alarmierungszeit 23:15 Uhr
Einsatzende 18:30 Uhr
Einsatzdauer 3 Tag(e) 19 Std. 15 Min.
Alarmierungsart Sirene + Meldeempfänger
Einsatzleiter Thomas Erdt & Soenke Heinken
Mannschaftsstärke 250
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Brinkum
Feuerwehr Fahrenhorst
Feuerwehr Groß Mackenstedt
Feuerwehr Heiligenrode
Feuerwehr Seckenhausen
Feuerwehr Stuhr
Polizei
Feuerwehr Leeste
    Feuerwehr Erichshof
      Feuerwehr Kirchweyhe
        Rettungsdienst
        Gefahrgutstaffel Syke
        TEL Nord
          DRK Bereitschaft Brinkum
            Flughafenfeuerwehr Bremen
            Feuerwehr Bremen
              Feuerwehr Syke
                Feuerwehr Melchiorshausen
                  Feuerwehr Bassum
                      Messstaffel Nord
                        Fahrzeugaufgebot   TLF 16/25 Brinkum (a.D.)  DLK 23/12 Brinkum  LF 10 Brinkum  MZF Brinkum  MTW Brinkum  KDOW Brinkum (KFW Diepholz)  LF10/6 Fahrenhorst  TLF 16/24 Tr Fahrenhorst  ELW 1 Fahrenhorst (a.D.)  LF10/6 Groß Mackenstedt  HLF 20/16 Groß Mackenstedt  RW - Kran Groß Mackenstedt  KDOW Groß Mackenstedt  LF-L Heiligenrode  TLF 16/24 Tr Heiligenrode  TSF Heiligenrode  TLF 16/25 Seckenhausen  LF10/6 Seckenhausen  GW-Lüftungstechnik Seckenhausen  LF 20/25-6 Stuhr  LF 16/12 Stuhr (a.D.)  LF 8 Stuhr  FWA Wasserwerfer Stuhr  MTW (TEL-Nord)  Streifenwagen  ÖEL - Örtliche Einsatzleitung (ORGL+LNA)  GWG Syke  FLF 60/90
                        Brandeinsatz - Gebäudebrand

                        Einsatzbericht

                        (ct) Gegen 23:53 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Brinkum mit dem Einsatzstichwort „Feuer Recyclinghof“ ins Gewerbegebiet Am Rodendamm alarmiert. Schon auf der Anfahrt war weithin ein Feuerschein zu sehen, sodass sofort die Alarmstufe auf B1 erhöht wurde. Beim Eintreffen stand auf dem Gelände einer Recycling-Firma eine Halle in der Größe 30 x 40 Meter in Vollbrand. Daraufhin erfolgte die Erhöhung der Alarmstufe auf B3. Das Feuer hatte bereits auf angrenzende Bereiche übergegriffen. Das Firmengelände umfasst eine Fläche von ca. 100 x 200 Metern und besteht aus mehreren Hallen, in denen Sortieranlagen stehen und Wertstoffe gelagert werden. Angrenzend an die Hallen gibt es auch mehrere Freiflächen, auf denen die sortierten Wertstoffe gelagert werden.

                        Von der Halle breitete sich das Feuer in die eine Richtung auf einen großen Berg mit Holzresten und in die andere Richtung auf eine weitere Halle aus. Es wurde sofort von mehreren Seiten mit der Brandbekämpfung begonnen und eine umfangreiche Nachalarmierung ausgelöst. Zusätzlich zur gesamten Gemeindefeuerwehr Stuhr, wurde aus der Gemeinde Weyhe die Ortsfeuerwehren Erichshof, Melchiorshausen und Leeste mit der Hubarbeitsbühne alarmiert. Aus Syke wurde eine weitere Drehleiter zu Einsatzstelle bestellt. Vom Einsatzleiter wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet, um das Feuer von mehreren Seiten bekämpfen zu können. Die Wasserversorgung konnte über mehrere Wasserentnahmestellen sowie einen direkt an die Einsatzstelle angrenzenden Fluss in ausreichender Menge sicher gestellt werden. Dies war auch erforderlich um den nötigen massiven Löschangriff durchführen zu können. Als weitere Unterstützung wurde eine 4. Drehleiter der Berufsfeuerwehr Bremen und ein Flughafenlöschfahrzeug vom Flughafen Bremen angefordert. Somit konnte die Brandbekämpfung aus insgesamt 12 Wasserwerfern am Boden und von oben durchgeführt werden.

                        Zur Unterstützung des Einsatzleiters und zur Führung der Lage wurde die Technische Einsatzleitung Nord der Kreisfeuerwehr Diepholz als zentrale Einsatzleitung eingesetzt. Zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte war die DRK-Bereitschaft Brinkum und der leitende Notarzt vor Ort. Für Nachschub an Atemluftflaschen und Schläuchen sorgte die Feuerwehrtechnische Zentrale aus Barrien.

                        Nach ca. 3 Stunden stellte sich ein erster Löscherfolg ein und die Flammen gingen merklich zurück. Nach ca. 5 Stunden konnten die ersten Kräfte herausgelöst werden. Wann „Feuer aus“ gemeldet werden kann ist zur Stunde noch unklar.

                        Auch zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Die Polizei war mit mehreren Kräften am Einsatzort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz waren ca. 250 Feuerwehrleute. Die Versorgung der Einsatzkräfte, die die ganze Nacht im Einsatz waren, wurde vom Versorgungszug des Landkreises Diepholz durchgeführt. Gegen 6 Uhr wurde die Ablösung der Einsatzkräfte durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 organisiert.

                         

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                        Update vom 25.5.2015, 19:00 Uhr:

                        (ct) Am frühen Morgen wurde der Einsatz von Schaum entschieden, um das Feuer weiter zu bekämpfen und die starke Rauchentwicklung einzudämmen. Zur Vorsicht wurde die Bevölkerung von der Polizei zum Schließen der Fenster und Türen aufgefordert. Durch din Messgruppe Nord der Feuerwehren Sudweyhe und Barrien wurden Luftmessungen durchgeführt. Der Schaumeinsatz zeigte schnell Wirkung und so konnten im Laufe des Vormittags die Flammen immer mehr eingedämmt werden. Insgesamt wurden 20.000 Liter Schaummittel an die Einsatzstelle geholt. Unterstützung gab es hier erneut von der Berufsfeuerwehr Bremen, die mit dem Abrollbehälter „Schaum“ und einem großes Tanklöschfahrzeug erneut zur Einsatzstelle kam.

                        Die Rauchentwicklung blieb allerdings weiterhin bestehen und zog in Richtung des benachbarten Tierheims. Dieses wurde dann auf eigene Entscheidung der Betreiber in Eigenregie evakuiert. Die Tiere wurden in einem anderen Tierheim untergebracht.

                        Zur Erkundung aus der Luft kam ein Polizeihubschrauber an die Einsatzstelle, um Fotos zur Lage zu machen.

                        Gegen 16 Uhr wurde die über den Tag eingesetzte Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 abgelöst. Drei Ortsfeuerwehren der am Morgen herausgelösten Kräfte der Gemeinde Stuhr wurden erneut alarmiert und werden bis Mitternacht eingesetzt. Um 24 Uhr kommen dann die andern drei Ortsfeuerwehren der Gemeinde als Ablösung. Im Moment ist davon auszugehen, dass sich der Einsatz noch mehrere Tage hinziehen kann. Über die Höhe des entstanden Schadens liegen bisher keine Erkenntnisse vor.

                         

                         

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                        Update vom 26.5.2015, 17:00 Uhr:

                        (ct) In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde der Schaumeinsatz fortgesetzt und zeigte eine gute Wirkung. Aus diesem Grund war der für die Nacht geplante Einsatz des Flugfeldlöschfahrzeuges der Flughafenfeuerwehr Bremen nicht mehr erforderlich. Anstelle dessen wurde eine weitere Hubarbeitsbühne aus Bassum alarmiert, um die einzelnen Brandstellen gezielt von Oben bekämpfen zu können. Im Bereich der abgebrannten Halle wurde durch die Bagger das auf die brennenden Müllberge herabgestürzte Dach entfernt, um die darunter befindlichen Brandherd erreichen zu können.

                        Am Morgen hatte sich die Rauchentwicklung deutlich reduziert, sodass gegen 13 Uhr die Aufforderung an die Bürger zum Geschlossen halten der Türen und Fenster wieder aufgehoben werden konnte. Die bis dahin gesperrte Bremer Straße konnte schon gegen 24 Uhr wieder freigegeben werden. Gegen 17 Uhr war fast keine Rauchentwicklung mehr vorhanden. Somit besteht auch keine Gefahr mehr für die umliegende Nachbarschaft. Aus diesem Grund kann auch das evakuierte Tierheim wieder bezogen werden. Auch die Nachbarfirma, die ihre Arbeit für den heutigen Tage abgesagt hatte, kann ab morgen wieder den normalen Betrieb aufnehmen.

                        Nachdem ja bereits am Montagmorgen um 7 Uhr „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden konnte, wird sich der Einsatz vermutlich noch weitere zwei Tage hinziehen, bis „Feuer aus“ gemeldet werden kann. Über die Nacht und den heutigen Tag verteilt waren permanent noch ca. 80 Feuerwehrleute im Einsatz. In regelmäßigen Abständen wurden die Einsatzkräfte abgelöst. Auch die Einsatzleitung wechselte regelmäßig zwischen Thomas Erdt (Ortsbrandmeister Brinkum) und Soenke Heinken (stellvertretender Gemeindebrandmeister Stuhr).

                        Über den ganzen Tag und auch für die kommenden Tage wird die Hauptaufgabe für die Einsatzkräfte weiterhin darin bestehen, die schwelenden Müllberge mit Baggern umzuschichten und weiter abzulöschen. Das kontaminierte Löschwasser wurde überwiegend von einer Fachfirma entsorgt. Einige Teile konnten aber von der unter Wasser stehenden Einsatzstelle abgepumpt und erneut für den Löschangriff verwendet werden.

                         

                         

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                        Abschlussmeldung: Update vom 29.5.2015, 14:00 Uhr:

                         (ct) Am gestrigen Donnerstag um 18:30 Uhr konnte nach mehr als 90 Stunden „Feuer aus!“ gemeldet und der Einsatz der Feuerwehr offiziell beendet werden. Die Einsatzstelle wurde an den Betreiber übergeben. Der Schwerpunkt an den letzten beiden Tagen lag in der Umschichtung der noch schwelenden Müllberge und dem Ablöschen der Glutnester. Außerdem wurde durch die Gemeinde der Abriss einiger einsturzgefährdeter Bereiche angeordnet. Dies wurde dann in Absprache mit der Gemeinde und der Feuerwehr durch die Bagger der Betreiberfirma selbst ausgeführt. Diese Maßnahme diente dem vorbeugendem Schutz.

                        In den ersten Stunden nach Brandausbruch waren ca. 250 Einsatzkräfte zeitgleich vor Ort. In den folgenden Tagen wurde das Personal im Wechselschichtsystem regelmäßig ausgetauscht. Insgesamt waren über die Dauer des Einsatzes über 400 Einsatzkräfte, viele mehrfach, im Einsatz. Die genaue Zahl steht noch nicht fest. Unterstützung erhielt die Gemeindefeuerwehr Stuhr von Feuerwehren der Gemeinde Weyhe, den Städten Bassum und Syke, der Flughafenfeuerwehr Bremen und der Berufsfeuerwehr Bremen. Von der Kreisfeuerwehr Diepholz war die Technische Einsatzleitung Nord, die Gefahrgutstaffel Nord und der 2. Kreisfeuerwehrbereitschaft dabei. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde rund um die Uhr durch den Verpflegungszug organisiert. In regelmäßigen Abständen wurde in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Essen gekocht und zur Einsatzstelle gebracht.

                        Der Verbrauch an Material war enorm: insgesamt wurden ca. 8 Kilometer Schlauch zur Wasserversorgung und zum Löschangriff verlegt. Zu Spitzenzeiten wurden mehrere tausend Liter Wasser pro Minute in das Brandobjekt gepumpt.

                        Die Feuerwehr zieht für den Ablauf ihres Einsatzes eine positive Bilanz. Auch wenn der entstandene Schaden beträchtlich sein wird, konnte ein Übergreifen der Flammen auf zwei Gebäude, eine Halle und die angrenzenden Betriebe verhindert werden. Der Rest stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Vollbrand und war nicht mehr zu retten. Auch die meisten Bagger konnten noch vom Hof gefahren werden. Verletzt wurde auch zum Glück niemand. Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Verwaltung, Ämter) hat vorbildlich geklappt. Alle waren über die Dauer des Einsatzes in der gemeinsamen Einsatzleitung eng abgestimmt. Bezogen auf die Dauer und den Aufwand des Einsatzes war das letzte vergleichbare Ereignis im Jahre 1999. Hier hatte ein Hochwasser große Teile von Stuhr und Blocken überschwemmt. Auch bei diesem Einsatz wurden damals Einsatzkräfte aus dem ganzen Landkreis zur Unterstützung zusammen gezogen und waren über eine Woche im Einsatz.

                        Nachdem der Einsatz um 18:30 Uhr beendet wurde, mussten die Einsatzkräfte, die noch am Feuerwehrhaus verblieben waren und gerade alle Fahrzeuge gereinigt hatten, um 21:30 Uhr erneut zur Einsatzstelle ausrücken. Glutnester in einem noch nicht umgeschichteten Müllberg hatten erneut zu brennen begonnen und machten einen erneuten Löscheinsatz nötig. Mit einem Bagger wurde der Haufen umgeschichtet und von der Drehleiter aus abgelöscht. Um weitere Einsatzkräfte an die Einsatzstelle zu bekommen wurde gegen 23:00 Uhr die Feuerwehr Brinkum erneut über Meldeempfänger alarmiert. Um 4:15 Uhr wurde dann zum Personalwechsel die Feuerwehr Stuhr über Meldeempfänger alarmiert, um die teilweise schon wieder seit 24 Stunden auf den Beinen befindlichen Kräfte aus Brinkum abzulösen. Nachdem der Müllberg umgeschichtet und abgelöscht war, konnte der Einsatz heute Morgen um 9 Uhr beendet werden.

                        Es ist in den nächsten Tagen immer wieder mit Nachlöscharbeiten zu rechnen.

                         

                         

                         

                         

                         Einsatzbilder aus der ersten Nacht

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                        Einsatzbilder vom ersten Tag

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                        Luftbilder von der Einsatzstelle, zweiter Tag

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                        Hier ein paar Videos zum Einsatz:

                        Nonstopnews

                        Bremenreporter

                        Buten un Binnen

                        Kreiszeitung:

                         

                        Presseartikel:

                        Kreiszeitung hier
                        Weser-Kurier hier
                        Nonstopnews hier
                        Bremenreporter hier
                        Neue Osnabrücker Zeitung hier
                        Presseportal hier
                        Radio Bremen hier
                        NDR hier
                        NWZ Online hier
                        HAZ hier
                        Nordsee Zeitung hier
                        Bildzeitung hier
                        17:30 Sat1 Regional (mit Video) hier
                        Radio Bremen - Buten und Binnen (Video) hier
                        NDR - Luftaufnahmen (Video) hier
                         Kreiszeitung (mit Videos) hier
                        Kreiszeitung hier
                        Weserkurier hier
                        Weserkurier Bilderstrecke hier
                        Kreiszeitung, Feuer aus, alle Glutnester gelöscht hier