Nach fast 2,5 Jahren pandemiebedingter Unterbrechung fand am vergangenen Freitagabend wieder die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stuhr statt. Aufgrund Corona nicht im Schulungsraum, sondern um eine bessere Durchlüftung und mehr Abstände sicherzustellen in der Fahrzeughalle. Ortsbrandmeister Rainer Troue eröffnete um 19 Uhr die Veranstaltung und hielt einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Jahre. Diese waren vor allem durch die Einschränkungen aufgrund Corona geprägt. Ausbildungsdienste konnten nur noch online statt finden und auch bei Einsätzen mußte Abstand gehalten werden, was für alle ein große Herausforderung war. Die Einsatzzahlen waren in den beiden vergangenen Jahren leicht rückläufig. Er dankte allen Einsatzkräften, dass sie trotz dieser Umstände weiterhin so engagiert dabei geblieben sind und damit auch die Einsatzfähigkeit sichergestellt haben.
 
Da die letzten beiden Jahreshauptversammlungen ausgefallen waren, standen viele Wahlen, Beförderungen und Ehrungen an.
 
Als erstes wurden die Führungsfunktionen gewählt. Neuer Zugführer ist Marc Schwarting. Zu seinem Nachfolger als Gruppenführer der 3. Gruppe wurde Tim Lorentz gewählt. Als Gruppenführer der 2. Gruppe stellte sich Bernd Dittmar nicht erneut zur Wahl. Auf ihn folgt Sebastian Klein. Als Gruppenführer der 4. Gruppe wurde Maik Lamping wiedergewählt. 
 
Kassenwart Carsten Bergmann, der diesen Job seit über 20 Jahren ausgeführt hat, stellte sich nicht erneut zur Wahl. Rainer Troue dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz. Als sein Nachfolger wurde Michael Griesoph gewählt. Als Pressesprecher wurde Christian Tümena wiedergewählt. Um die Geräte und Fahrzeuge kümmern sich nun Tim Lorentz, Tim Stockigt und Marc Schwarting als Gerätewarte. 
 
Befördert wurden: 
  • Zur Feuerwehrfrau / zum Feuerwehrmann: Vanessa Riek, Sebastian Riek, Christoph von Kampen und Fabian Wittwer.
  • Zur Oberfeuerwehrfrau / zum Oberfeuerwehrmann: Joyce Sanders, Mirco Nienaber, Sebastian Wellhausen, Kevin Pschunder und Roger Strauß
  • Zum Hauptfeuerwehrmann: Roman Strauß, Tim Stöckigt und Patrick Hartmann.
  • Zum Ersten Hauptfeuerwehrmann: Sebastian Klein
  • Zum Hauptlöschmeister: Marc Schwarting
Ehrungen:
  • Der stellvertretende Ortsbrandmeister Torsten Strauß wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
  • Jens Mahlstädt und Ortsbrandmeister Rainer Troue wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
  • Für bereits 50 Jahren wurde der ehemalige Ortsbrandmeister und stellvertretende Gemeindebrandmeister Werner Heinken geehrt.
  • Sogar seit 60 Jahren ist Helmut Wessels bereits dabei. Auch hierfür gab es eine besondere Ehrung und den Dank des Bürgermeisters und der Feuerwehrverbandsführung.
  • Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Soenke Heinken erhielt für seinen Einsatz für die Feuerwehr die Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverbandes.
 
Nach den Ehrungen berichtete Gemeindebrandmeister Michael Kalusche über die aktuellen Themen der Gemeindefeuerwehrführung. Hier steht die endgültige Umstellung auf die digitale Alarmierung, die aktuell noch im Probebetrieb läuft. Bis zur Umstellung müssen noch kleinere Themen in Bezug auf die Netzabdeckung überarbeitet werden. Auch er Berichtet über die Probleme, die die Feuerwehr aufgrund der Pandemie zu stemmen hatte. 
 
Der mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt Feuerwehrbedarfsplan soll nun in die Umsetzung gehen. Größtes Problem stellen die aufgrund der Krise angewachsenen Lieferzeiten für Fahrgestelle für die neuen Feuerwehrfahrzeuge dar. Diese betragen je nach Hersteller bis zum 30 Monate.
 
Gemeindejugendfeuerwehrwart Jens Kleemeyer berichtet von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, die sich in Corona-Zeiten auch vor allem auf Onlinedienste beschränkten. Auch in diesem Jahr wird das Kreiszeltlager leider wieder ausfallen. Einen kleinen Ersatz soll ein Zeltlager auf Gemeindeebene am Gut Varrel in der ersten Ferienwoche bieten. Zu verzeichnen war ein leichter Rückgang der Mitglieder von über 100 auf aktuell nur noch 92 Jugendliche. 
 
In seinem Grußwort danke Bürgermeister Stephan Korte allen Feuerwehrleuten für die geleistete, ehrenamtliche Arbeit. Auch aus seiner Sicht stellt die aktuelle Situation besonders für die Feuerwehr eine besondere Belastung dar, da bei der Feuerwehr nicht wie bei einem Verein einfach die Türen geschlossen werden können, wenn sich Personen infiziert haben, sondern die Einsatzbereitschaft zum Schutz der Bürger sicher gestellt werden muss. Er berichtete auch von der laufenden Suche nach einem Grundstück für ein neues Feuerwehrhaus, bei dem man auf einem guten Weg sei. Zur Entlastung der ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte soll durch die Gemeinde auch ein hauptamtlicher Gerätewart eingestellt werden, der unter anderem nach Einsätzen die Einsatzbereitschaft mit wieder herstellen soll, damit die freiwilligen Kräfte schneller wieder an ihre normalen Arbeitsplatz zurückkehren können.
 
 
 
Auf dem Bild: 
Bürgermeister Stephan Korte ganz links.
Ortsbrandmeister Rainer Troue in der Mitte. 
Helmut Wessels, geehrt für 60 Jahre Mitgliedschaft, vierter von rechts.
Werner Heinken, geehrt für 50 Jahre Mitgliedschaft, fünfter von rechts. 
Gemeindebrandmeister Michael Kalusche ganz rechts.