Unterweisung im Pflegezentrum Weyher Straße

(JG) Am heutige Tag fand die Unterweisung der Ortsfeuerwehr Brinkum in das neue Pflegezentrum in der Weyher Straße statt. Das Pflegezentrum, welches Mitte März seine Pforten öffnet, arbeitete in den letzten Wochen und Monaten eng mit der Feuerwehr zusammen, begrüßte die Initiative und lud die Kameraden und Führungskräfte ein. Neben der Ortfeuerwehr Brinkum waren auch Kameraden und Vertreter aus den anderen Ortsfeuerwehren der Gemeinde Stuhr, der Stadt Syke,  der Ortsfeuerwehr Barrien und aus der Gemeinde Weyhe anwesend.

Ebenso konnten wir Dr. Andreas Callies als Leitender Notarzt und Thomas Wiechmann als Kreisfeuerwehrarzt begrüßen, welche auch an der Unterweisung teilnahmen.

Thomas Erdt, Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Brinkum begrüßte die ersten Kameraden gegen 9 Uhr und betonte nochmal, dass dieser Tag ohne die Unterstützung der Betreiber nicht möglich gewesen wäre. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang ebenso nochmals bei der Hausleitung des Pflegezentrums Martin Gieraths. Bevor es dann an die jeweiligen Stationen und damit in die Ausbildung ging, erläuterte Thomas Erdt, was die Kameraden heute und zukünftig im Falle eines Einsatzes in diesem Gebäude erwartet und wie die Planung in naher Zukunft weiter geht. Im Pflegezentrum wird es 117 Pflegeplätze geben, wovon 30 Pflegeplätze für an Demenz erkrankte Personen bereit gestellt werden. Untergebracht werden die Bewohner dann in 79 Einzelzimmern und 19 Doppelzimmern, welche am Tage von ca. 25 Mitarbeitern betreut werden. Für die weitere Planung wird es eine erneute Unterweisung für die Ortsfeuerwehr Brinkum im Umgang mit an Demenz erkrankten Personen in Theorie und Praxis geben. Ebenso werden Feuerwehreinsatzpläne unter Einbeziehung des Rettungsdienstes erstellt. Das zukünftige Pflegepersonal des Pflegezentrums wird im Anschluss eine Unterweisung mit dem Schwerpunkt der Evakuierung erhalten. Nachdem die Feuerwehrkameraden in Gruppen aufgeteilt wurden, ging es in die Stationsausbildung. In 3 Stationen wurde auf die Gegebenheiten des Gebäudes, das Be- und Entlüftungskonzept und auf Möglichkeiten der Evakuierung eingegangen. Neben der Brandmeldeanlage, welche für die Feuerwehr von außen erreichbar ist, wurde auf die Zugangsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Außentreppen eingegangen. Mit Hilfe der  Feuerwehrlaufkarten ging es in den Keller, wo die dortigen Besonderheiten sowie die Flucht- und Rettungswege erläutert wurden. Im Verlauf der Ausbildung ging es dann einmal durch das Gebäude, wo weitere Zugriffsmöglichkeiten aufgezeigt wurden. Geklärt wurde, welche Einsatzmöglichkeiten es für die Drehleiter gibt und wo sich die Sammelstellen für die Bewohner und das Personal befinden.

  • bild_1
  • bild_2
  • bild_3


 

Lüftungskonzept / Trockensteigleitung

Genauso Teil der Ausbildung war das Be- und Entlüftungskonzept des Pflegezentrums, sowie die Möglichkeiten der Belüftung durch die Feuerwehr. Dabei wurde zunächst erst auf die Trockensteigleitungen eingegangen. Durch Einspeisung von Löschwasser besteht die Möglichkeit, in jedem Treppenhaus, auf jeder Etage Löschwasser zu entnehmen. Durch die Trockensteigleitungen in den Treppenhäusern und an den Außentreppen, entfällt in diesen Bereichen für die Einsatzkräfte das Verlegen von Schlauchleitungen. Ebenso wurde auf die Entrauchungsöffnungen eingegangen, welche sich in den Bereichen befinden, die keine natürliche Entrauchungsöffnung wie z.B. ein Fenster aufweisen. Diese dienen dazu, den Bereich mit Hilfe eines Hochleistungslüfters zu entrauchen.

  • bild_4
  • bild_5
  • bild_6


 

Handhabung Evakuierungstuch

Die Evakuierung von Bewohnern der Pflegezentrums war eines der Ausbildungsschwerpunkte. Hier wurde das Evakuierungstuch und dessen Handhabung vorgestellt und geübt. Das Evakuierungstuch wird sich in Zukunft unter jedem Bett befinden und stellte sich als gute Alternative zu den bekannten Evakuierungsmöglichkeiten dar.

  • bild_10
  • bild_7
  • bild_8
  • bild_9


Rückblickend war der Tag für die Feuerwehr ein großer Erfolg, da nur selten die Möglichkeit besteht mit rund 90 Feuerwehrkameraden eine Unterweisung und Ausbildung durchzuführen. Ohne die tolle Unterstützung und die Zusammenarbeit mit dem Betreiber wäre dieses auch nicht möglich gewesen.