Bericht des Ortsbrandmeisters:

Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete Ortsbrandmeister Rainer Troue die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stuhr.

Die Ortsfeuerwehr Stuhr besteht aktuell aus 69 Mitgliedern in der Einsatzabteilung. Davon 64 Männer und 5 Frauen. Zusätzlich kommen noch 12 Alterskameraden, 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 59 fördernde Mitglieder hinzu, was eine Gesamtmitglieder von 159 ergibt.

Troue berichtete von insgesamt 71 Einsätzen, zu denen die Ortsfeuerwehr Stuhr im Jahr 2019 ausrücken mußte. 

Davon waren 25 Brandeinsätze und 37 technische Hilfeleistungen. Des Weiteren gab es sechs Fehlalarme und drei Brandsicherheitswachen. Im Vorjahr waren es 76 Einsätze. 

Zu bemerken ist auch die steigende Zahl der Alarmierungen durch piepende private Rauchmelder, die ja seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben sind. Um Fehlauslösungen und damit auch die Alarmierung der Feuerwehr zu vermeiden, ist die regelmäßige Pflege und Wartung sehr wichtig. Hierzu sollte die Batterie je nach Modell einmal im Jahr gewechselt werden.

Durch die Mitglieder wurden im Jahr 2019 insgesamt 55 Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien, der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy und Celle und auf Gemeindeebene besucht. Die drei Löschfahrzeuge der Ortsfeuerwehr legten im vergangenen Jahr 4389 Kilometer auf Einsatz- und Dienstfahrten zurück.

Einmal im Jahr muss die Feuerwehr alle 71 Löschwasserbrunnen im Ausrückegebiet auf Funktionsfähigkeit prüfen, da diese vom Grundwasser abhängig sind und versiegen können. Hierzu muss das Wasser mit einer Pumpe angesaugt werden. Seit ein paar Jahren erfolgt das in einer Gemeinschaftsaktion an einem Samstagvormittag im Herbst gemeinsam mit den Alterskammeraden. Rainer Troue bemängelte das teilweise fehlende Verständnis in der Bevölkerung über zu laute Pumpen oder laufende Motoren der Feuerwehrfahrzeuge. Immer wieder käme es zu Beschwerden und Unverständnis für diese zwingend nötige Aufgabe zur Sicherung des Brandschutzes, damit bei einem Feuer auch immer ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.

Troue wies auch auf das Problem hin, dass es auch für Feuerwehrangehörige immer schwerer werde, Baugrundstücke zu finden. Hierdurch hat es in den letzten Jahren bereits mehrere Austritte gegeben, da Feuerwehrmitglieder im Ausrückebereich kein Baugrundstück erwerben konnten und auf andere Orte ausweichen mußten. Er bat den anwesenden Gemeindevertreter Hartmut Martens eine Lösung für dieses Thema zu finden. 

 

Wahlen:

Wiedergewählt wurden Henning Meyer als Gruppenführer der 1. Gruppe und Marc Schwarting als Gruppenführer der 3. Gruppe. Der bisherige Sicherheitsbeauftragte Uwe Banach gab sein Amt auf. Hier wurde Markus Malikofsky als sein Nachfolger gewählt.

 

Beförderungen:

Eno Thomallari, Nils, Klein, Dennis Pascholke und Christoph Weitkowitz  wurden nach erfolgreicher Absolvierung der nötigen Lehrgänge zum Feuerwehrmann befördert. 

Tim Stökigt, Patrick Hartmann, Roman Strauß und Erik Bredemeier tragen ab sofort den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann.

Der Gruppenführer Marc Schwarting wurde von Gemeindebrandmeister Michael Kalusche zum Oberlöschmeister befördert. Zum Brandmeister wurde der Zugführer Thomas Bredemeier befördert.

 

Ehrungen:

Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Holger Dierks  geehrt. 

Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Walter Wessels geehrt. Er gehört mittlerweile seit einigen Jahren der Altersabteilung an.

 

Bericht des Gemeindebrandmeisters:

Michael Kalusche berichtete, dass es im Jahr 2019 eine Gesamtzahl von 343 Einsätzen in der Gemeinde Stuhr, im Vergleich zu 427 im Vorjahr, zu verzeichnen gab. Aktuell besteht die Gemeindefeuerwehr Stuhr aus 355 aktiven Einsatzkräften.

Neuigkeiten gab es auch zum schon länger andauernden Thema der digitalen Alarmierung. Eigentlich sollte der Probebetrieb bereits Ende 2018 durchgeführt werden. Dies hat sich aber erneut verzögert und soll nun Mitte 2020 erfolgen.

Auch er wies auf das Problem von abwandernden Feuerwehrmitgliedern durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde Stuhr hin.

Aktuell wird gemeinsam mit anderen Gemeinden im Landkreis an einer Umsetzung der neuen Anforderungen an die Reinigung und Wartung der Atemschutzgeräten gearbeitet. Durch ein gemeinsames Konzept sollen der Aufwand und die Kosten gering gehalten werden.

Neubeschaffung von Fahrzeugen stehen aktuell nicht an, da die Gemeinde zur genauen Analyse des Bedarfs einen Feuerwehrbedarfsplan bei einem externen Ingenieurbüro in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis soll bis Ende des Jahres vorliegen.

 

Bericht des Kreisfeuerwehrverbandes:

Norbert Warnke überbrachte das Grußwort der Kreisfeuerwehr. Neben seinem besonderen Dank an die Jubilare ging sein Dank auch an die Gemeindeverwaltung, für die allgemeine gute Zusammenarbeit.

Er berichtet von einem Einsatzaufkommen von 2.041 Einsätzen der Feuerwehren im gesamten Landkreis Diepholz im Jahr 2019.

 

Bericht des Gemeindejugendfeuerwehrwartes: 

Von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr Brinkum/Stuhr und den der anderen Jugendfeuerwehren in der Gemeinde berichtete der neue Gemeindejugendfeuerwehrwart Jens Kleemeyer. Höhepunkte waren natürlich wieder das Zeltlager im Sommer, der Wochenendaufenthalt im Jugendlandheim Wöpse und die vielen verschiedenen Volleyballturniere. Weitere Höhepunkte waren die Abnahme der Jugendflamme, zu der an zwei Terminen Jugendfeuerwehren aus mehreren umliegenden Landkreisen nach Brinkum gekommen waren und die Abnahme der Leistungsspange, welches die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr ist.

Aktuell gibt es mit 110 Mitglieder in den drei Jugendfeuerwehren der Gemeinde Stuhr den bisherigen Höchststand seit der Gründung.

 

Grußwort der Gäste:

Bevor der offizielle Teil der Sitzung um 23:00 Uhr beendet werden konnte, überbrachte noch Hartmut Martens die Grüße von Rat und Verwaltung. Er lobte den hohen Einsatz, mit dem sich alle Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis einbringen.