(ng) Bereits am Sonntag, 11.08.2019, trafen sich die Ortsfeuerwehren Gr. Mackenstedt und Kirch- und Klosterseelte, um einen gemeinsamen Übungsdienst in Kirchseelte durchzuführen. Thema des Dienstes war die Vegetationsbrandbekämpfung – also die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden -, welche in diesem Jahr insbesondere auch die Feuerwehr Kirch- und Klosterseelte bereits mehrfach gefordert hat.

Die Feuerwehrmitglieder Henning Barjenbruch und Nils Gräper aus Gr. Mackenstedt und Klaus Grubert aus Kirchseelte hatten hierzu eine Stationsausbildung ausgearbeitet.

Los ging es mit einer rund halbstündigen theoretischen Einführung in das Thema mit den Schwerpunkten persönliche Schutzausrüstung, feuerwehrtechnische Ausstattung, brandbeeinflussende Faktoren und daraus resultierend die Einsatztaktik.

Danach ging es für die Mitglieder in die Stationsausbildung. An der ersten Station konnten verschiedene Strahlrohrtypen und das Schlauchmanagement in unwegsamen Waldgelände ausgiebig getestet werden. Hier machte sich bemerkbar, dass Feuerwehrtechnik für Gebäudebrandbekämpfung im Gelände nicht die beste Eignung aufweist. Neben dem gebräuchlichen D-Mehrzweckstrahlrohr konnte ein herkömmliches D-Hohlstrahlrohr getestet werden. Im Gegensatz dazu gab es noch die von der Ortsfeuerwehr Kirch- und Klosterseelte im Rahmen eines Waldbrandsets neu beschafften HS-D-Hohlstrahlrohre. Diese erwiesen sich als sehr präzise im Handling und in der Anwendung im Löscheinsatz.
Des Weiteren konnte die Einsatzmöglichkeit des Düsenschlauches der Feuerwehr Gr. Mackenstedt ausprobiert werden. Gerade zur Bildung von Riegelstellungen zum Beispiel für den Gebäudeschutz bietet der Einsatz des Düsenschlauches ohne viel Personalaufwand während der Nutzung eine gute Unterstützung. 

Der neue Waldbrand-Rucksack der Ortsfeuerwehr Kirch- und Klosterseelte wurde an der zweiten Station gezeigt. Tragbar für unwegsames Gelände liegen gut verstaut und einfach entnehmbar 2x 30 Meter D-Schlauch in Buchten im Tragesystem. Angekuppelt ist jeweils ein HS-D-Strahlrohr. Mitgeführt wird ebenfalls ein entsprechender Verteiler. An dieser Station wurde auch auf den einsatztaktischen Wert der nicht zu unterschätzenden Feuerpatschen eingegangen. Durch leichtes Wedeln leisten Sie in den Randbereichen eines Vegetationsbrandes oder bei kleinen Glutnestern sehr gute Dienste, um ein Feuer in den Griff zu bekommen beziehungsweise es aus zu machen. Ein wildes Schlagen mit diesem Arbeitsgerät würde nämlich das Feuer eher wieder anfachen.

An der dritten Station konnte mit dem geländegängigen Tanklöschfahrzeug TLF2000  auf Unimogfahrgestell der Ortsfeuerwehr Kirch- und Klosterseelte das sogenannte Pump-and-Roll ausprobiert werden. Gleichzeitig zur Fahrbewegung des Fahrzeuges ist dabei eine Wasserabgabe über die Fahrzeugpumpe aus dem Tank möglich. Aus der Dachluke konnte mit einem Pistolenstrahlrohr während der Fahrt Wasser gegeben werden und zum Beispiel ein Feuersaum gelöscht werden. Zeitgleich könnten auch Fußmannschaften parallel am Boden löschen und mit dem Fahrzeug mitlaufen. 

Zusammenfassend konnte der gemeinsame Dienst als sehr informativ und kameradschaftlich gewertet werden. Ein Austausch unter den Feuerwehrmitgliedern fachbezogen während der Stationsausbildung als auch im Anschluss beim gemeinsamen Grillen war sehr positiv aufgenommen worden, so dass einem erneuten gemeinsamen Dienst nichts mehr im Wege steht.

Im Hinblick auf die Vegetationsbrandbekämpfung bleibt aber noch zu erwähnen, dass gerade die oftmals bei uns stattfindenden Flächenbrände zum Beispiel auf Stoppelfeldern nur durch die Unterstützung von den Landwirten mit entsprechend schweren Traktoren mit Grubbern und wassergefüllten Güllefässern schnell unter Kontrolle beziehungsweise zur Ablöschung zu bringen sind.

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