(ng) Situationen, in denen erste Hilfe geleistet werden muss, können jeden treffen. Gerade aber im Rahmen von Feuerwehreinsätzen sind die Feuerwehrmitglieder der Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt immer wieder mit der (Erst-)Versorgung von Verletzten konfrontiert, da die Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt neben ihrer Hauptaufgabe der Sicherstellung des Brandschutzes auch für die technische Hilfeleistung insbesondere nach Verkehrsunfällen in der gesamten Gemeinde Stuhr mit den Autobahnabschnitten der BAB 1 und BAB 28 zuständig ist.

 

 An insgesamt drei Terminen wurde nun die speziell auf die Anforderungen der Ortsfeuerwehr zugeschnittene Ausbildung vorgenommen, welche im letzten Jahr auf Grund der hohen Einsatzbelastung nicht realisiert werden konnte. Die beiden Feuerwehrmitglieder der Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt Frank Kniemeyer und Philip Stampniok, beide hauptamtlich im Rettungsdienst tätig, hatten hierzu Ausstattung und Training ausgearbeitet. Unterstützt wurden sie bei der Ausführung durch weitere im Rettungsdienst tätige Kollegen unter anderem von einem Notfallsanitäter der Rettungswache Bassum. 

Nach der theoretischen Ausbildung in den Grundlagen der Anatomie, der Patientenversorgung, der Krankheitslehre sowie dem Erkennen von akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen standen diverse praktische Übungen auf dem ausgearbeiteten Ausbildungsplan. Hier wurden unter anderem das Stoppen von lebensbedrohlichen Blutungen, die Immobilisation von Körperteilen – vom Knochenbruch bis zur Halswirbelsäule unter anderem durch die Anlage eines sogenannten Stifneck –, die stabile Seitenlage sowie die Versorgung von Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen geübt.

In der anschließenden Stationsausbildung wurden die Maßnahmen dann an einem „Verletzten“ im Fahrzeug weiter vertieft. Außerdem fanden Übungen mit dem Spineboard und der neu beschafften Schleifkorbtrage statt. 

Nach der Mittagspause lag der Schwerpunkt dann auf dem Erkennen von Bewusstseinsstörungen und der Reanimation. Hierbei wurde auch der Umgang mit dem automatischen externen Defibrillator (AED) geübt, welcher bereits seit längerem von allen Ortsfeuerwehren der Gemeinde Stuhr mitgeführt wird. Im Zuge der Stationsausbildung wurden neben dem gemeindeeinheitlich beschafften Notfallrucksack mit AED auch die bereits im letzten Jahr beschafften Erste-Hilfe-Rucksäcke begutachtet, die mit der Unterstützung des Fördervereins für alle vier Einsatzfahrzeuge der Ortsfeuerwehr Gr. Mackenstedt angeschafft worden sind. Diese Ausstattung soll auch dem Eigenschutz der Feuerwehrmitglieder selbst dienen, die im Einsatz- oder Dienstgeschehen auch verunfallen können.

Ungefähr die Hälfte der Feuerwehrmitglieder der Ortsfeuerwehr Gr. Mackenstedt konnte während der drei Termine zusätzlich freiwillig geschult werden. In Zukunft werden regelmäßige Trainings das Gelernte auffrischen und weiter vertiefen. Zusätzlich fanden und finden sich im regulären Dienstplan zudem zusätzliche Einheiten wie zum Beispiel die „Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst“, bei dem das Befreien von Personen aus Fahrzeugen trainiert wurde. 

 

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