Bericht des Ortsbrandmeisters:

Pünktlich um 19:30 Uhr eröffnete Ortsbrandmeister Rainer Troue die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stuhr.

Die Ortsfeuerwehr Stuhr besteht aktuell aus 66 Mitgliedern in der Einsatzabteilung. Davon 61 Männer und 5 Frauen. Zusätzlich kommen noch 12 Alterskameraden, 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 61 fördernde Mitglieder hinzu, was eine Gesamtmitglieder von 154 ergibt.

Troue berichtete von insgesamt 76 Einsätzen, zu denen die Ortsfeuerwehr Stuhr im Jahr 2018 ausrücken mußte. 

Davon waren 29 Brandeinsätze und 40 technische Hilfeleistungen. Des Weiteren gab es sechs Fehlalarme und eine Brandsicherheitswache. Im Vorjahr waren es 94 Einsätze. 

Zu bemerken ist auch die steigende Zahl der Alarmierungen durch piepende private Rauchmelder, die ja seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben sind. Um Fehlauslösungen und damit auch die Alarmierung der Feuerwehr zu vermeiden, ist die regelmäßige Pflege und Wartung sehr wichtig. Hierzu sollte die Batterie je nach Modell einmal im Jahr gewechselt werden.

Durch die Mitglieder wurden im Jahr 2018 insgesamt 61 Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien, der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy und Celle und auf Gemeindeebene besucht. Die drei Löschfahrzeuge der Ortsfeuerwehr legten im vergangenen Jahr 4639 Kilometer auf Einsatz- und Dienstfahrten zurück.

Einmal im Jahr muss die Feuerwehr alle 71 Löschwasserbrunnen im Ausrückegebiet auf Funktionsfähigkeit prüfen, da diese vom Grundwasser abhängig sind und versiegen können. Hierzu muss das Wasser mit einer Pumpe angesaugt werden. Seit ein paar Jahren erfolgt das in einer Gemeinschaftsaktion an einem Samstagvormittag im Herbst gemeinsam mit den Alterskammeraden. Rainer Troue bemängelte das teilweise fehlende Verständnis in der Bevölkerung über zu laute Pumpen oder laufende Motoren der Feuerwehrfahrzeuge. Immer wieder käme es zu Beschwerden und Unverständnis für diese zwingend nötige Aufgabe zur Sicherung des Brandschutzes, damit bei einem Feuer auch immer ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht.

Troue wies auch auf das Problem hin, dass es auch für Feuerwehrangehörige immer schwerer werde, Baugrundstücke zu finden. Hierdurch hat es in den letzten Jahren bereits mehrere Austritte gegeben, da Feuerwehrmitglieder im Ausrückebereich kein Baugrundstück erwerben konnten und auf andere Orte ausweichen mußten. Er bat den anwesenden Gemeindevertreter Ulrich Richter eine Lösung für dieses Thema zu finden. 

 

Wahlen:

Jonas Witte mußte das Amt des Gruppenführers der 2. Gruppe aus beruflichen Gründen aufgeben. Zu seinem Nachfolger wurde Bernd Dittmar gewählt. Nach langjähriger Tätigkeit gab Michael Griesoph das Amt des Gerätewartes ab. Hier wurde Malte Jacobs zu seinem Nachfolger gewählt.

Wiedergewählt wurde Maik Lamping als Gruppenführer der 4.Gruppe, Carsten Bergmann als Kassenwart, Christian Tümena als Pressesprecher und Marc Schwarting und Tim Lorentz als Gerätewarte.

 

Beförderungen:

Roger Strauß wurde nach erfolgreicher Absolvierung der nötigen Lehrgänge zum Feuerwehrmann befördert. Sebastian Klein trägt ab sofort den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. Heidrun Troue wurde zur Ersten Hauptfeuerwehrfrau und Rainer Jürgens zum Ersten Hauptfeuerwehrmann ernannt.

Der Gruppenführer Marc Schwarting wurde von Gemeindebrandmeister Michael Kalusche zum Löschmeister befördert. Zum Oberbrandmeister wurde der stellvertretende  Ortsbrandmeister Torsten Strauß befördert.

 

Ehrungen:

Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Rainer Jürgens geehrt. Er war der Einziege, der im vergangenen Jahr nicht an einem der zweiwöchentlich stattfindenden Übungsdienst gefehlt hat.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Klaus-Dieter Wesens, Klaus-Dieter Dittmar und Cord Wührmann geehrt. 

Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Helmut Schulenberg geehrt. Er gehört mittlerweile seit einigen Jahren der Altersabteilung an.

 

Bericht des Gemeindebrandmeisters:

Michael Kalusche berichtete, dass es im Jahr 2018 eine Gesamtzahl von 427 Einsätzen in der Gemeinde Stuhr, im Vergleich zu 424 im Vorjahr, zu verzeichnen gab. Waren im Jahr 2017 noch die vielen Einsätze aufgrund eines Sturmtiefs, war die Feuerwehr im Jahr 2018 deutlich öfter auf der Autobahn aufgrund der Baustelle gefragt. Aktuell besteht die Gemeindefeuerwehr Stuhr aus 358 aktiven Einsatzkräften.

Neuigkeiten gab es auch zum schon länger andauernden Thema der digitalen Alarmierung. Eigentlich sollte der Probebetrieb bereits Ende 2018 durchgeführt werden. Dies hat sich aber erneut verzögert und soll nun Mitte 2019 erfolgen.

Er berichtete ebenfalls von zwei anstehenden Beschaffungen neuer Feuerwehrfahrzeuge in der Gemeinde, die beide nicht ohne Probleme und Zeitverzögerungen abliefen. In den kommenden Monaten stehen jetzt aber ein Löschgruppenfahrzeug 20 in Brinkum und ein neuer Rüstwagen mit Kran in Gr.Mackenstedt zur Übergabe an.

Aktuell wird gemeinsam mit anderen Gemeinden im Landkreis an einer Umsetzung der neuen Anforderungen an die Reinigung und Wartung der Atemschutzgeräten gearbeitet. Durch ein gemeinsames Konzept sollen der Aufwand und die Kosten gering gehalten werden.

 

Bericht des Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden:

Uwe Stubbemann überbrachte das Grußwort der Kreisfeuerwehr. Neben seinem besonderen Dank an die Jubilare ging sein Dank auch an die Gemeindeverwaltung, für die allgemeine gute Zusammenarbeit.

Er berichtet von einem Einsatzaufkommen von 2.000 Einsätzen der Feuerwehren im gesamten Landkreis Diepholz.

 

Bericht des Gemeindejugendfeuerwehrwartes: 

Von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr Brinkum/Stuhr und den der anderen Jugendfeuerwehren in der Gemeinde berichtete der Gemeindejugendfeuerwehrwart Cord Tinnemeyer. Höhepunkte waren natürlich wieder das Zeltlager im Sommer, der Wochenendaufenthalt im Jugendlandheim Wöpse und die vielen verschiedenen Volleyballturniere. Weitere Höhepunkte waren die Abnahme der Jugendflamme, zu der an zwei Terminen Jugendfeuerwehren aus mehreren umliegenden Landkreisen nach Brinkum gekommen waren und die Abnahme der Leistungsspange, welches die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr ist.

Aktuell gibt es  89 Mitglieder in den drei Jugendfeuerwehren der Gemeinde Stuhr sind.

 

Grußwort der Gäste:

Bevor der offizielle Teil der Sitzung um 23:00 Uhr beendet werden konnte, überbrachte noch der Erste Gemeinderat Ulrich Richter die Grüße von Rat und Verwaltung. Er lobte den hohen Einsatz, mit dem sich alle Mitglieder auf ehrenamtlicher Basis einbringen.

 

 

 

 JHV-Stuhr-2019

 

Bild (v.l.n.r.): Erster Gemeinderat Ulrich Richter, Uwe Stubbemann, Marc Schwarting, Rainer Jürgens, Ortsbrandmeister Rainer Troue, Torsten Strauß, Helmut Schulenberg, Cord Wührmann, heidrun Troue, Klaus-Dieter Dittmar, Sebastian Klein, Roger Strauß, Klaus-Dieter Wessels, Gemeindebrandmeister Michael Kalusche