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Die Leitstelle 

Einen Notruf, egal ob für Feuerwehr oder den Rettungsdienst gibst du in ganz Deutschland immer unter der Notrufnummer 112 ab.

Falls du in einem Notfall einen Notruf, der entweder für die Feuerwehr oder den Rettungsdienst bestimmt ist unter 110 abgibst, läuft dieser erst bei der Polizei auf. Von dort wirst du dann erst zur zuständigen Rettungsleitstelle in Diepholz weitergeleitet. Das kostet wertvolle Zeit!!!
Deshalb wähle wenn möglich immer die direkte Nummer zur Rettungsleitstelle. Dies hat dann den Vorteil, dass der Anrufer direkt mit dem zuständigen Disponenten sprechen kann, der dann auf Grund gezielter Nachfragen die Lage besser beurteilt und so gezieltere Alarmierungen möglich sind.
In manchen Regionen, zum Beispiel im nördlichen Gebiet des Landkreises Diepholz (Gemeinde Stuhr / Gemeinde Weyhe), läuft der Notruf aus manchen Ortsteilen nicht immer bei der Rettungsleitstelle in Diepholz auf, sondern auch in Oldenburg oder in Bremen.
Dieses hängt mit den verschiedenen Vorwahlen der Festnetznschlüsse zusammen, aber auch über das Handynetz kann man je nach Standort in einer anderen nicht zuständigen Leitstelle landen. Dieses kostet wieder wertvolle Zeit, da der Notruf auch in diesem Falle erst nach Diepholz weitergeleitet werden muss. Deshalb sollte im Nordkreis die direkte Telefonnummer zur Leitstelle Diepholz gewählt werden. Diese sollte einen Platz in Ihrem Telefon haben, so dass diese immer zur Hand ist und schnell gefunden werden kann:



Der Notruf im Landkreis Diepholz

 

 112
    Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle Diepholz: 05441 / 59 220

 


Achtung:

Wir möchten Dich darauf hinweisen, das böswillig abgesetzte Notrufe mit Geldstrafen belangt und in manchen Fällen gerichtlich verfolgt werden! Die Leitstelle verfügt über Einrichtungen, die die Telefonnummer des Anrufers registriert. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob tatsächlich eine Schadenslage vorliegt, teilen Sie dies dem Disponenten mit. Nennen Sie ihm unbedingt ihre persönlichen Daten! Falls nun wirklich kein Einsatz erforderlich sein sollte, ist dies kein böswilliger Alarm beziehungsweise Unfug mehr, sondern lediglich blinder Alarm und der ist nicht strafbar. Im übrigen sollte man sicher sein, das man lieber einmal zu oft um Hilfe ruft, als es in der entscheidenen Situation zu versäumen. Dieses Versäumen ist dann nämlich wieder strafbar.

 


Notruf - Die fünf W fragen

Beim Absetzen eines Notrufs ist es wichtig, möglichst schnell und genau alle für den Leitstellendisponenten erforderlichen Angaben zu übermitteln. Beachten Sie bitte hierbei:

- Sekunden entscheiden!

- Bitte bleiben Sie ruhig!

- Jede Aussage ist wichtig, sprechen Sie klar und deutlich!

- Um die richtige Anzahl der Helfer mit den notwendigen Geräten zu alarmieren, benötigt der Disponent folgende Informationen:

- Beachten Sie hierbei bitte die " fünf W's ":


1. Wo ist es passiert?

Im Ort:
Name, Straße, Hausnummer, ggf. Stockwerk, Ort.
evtl. helfen der Leitstelle auch Orientierungspunkte

Auf Straßen:

Autobahn-/ Straßennummer (z.B. A1 oder B322)

Fahrtrichtung (z.B. A1 Richtung Osnabrück )
Streckenkilometer ( zwischen welchen Anschlusstellen?) 

2. Was ist passiert?

 

kurze Beschreibung der Notfallsituation:  

 

Feuer, Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall,...  

3. Wie viele verletzte?
Anzahl der Verletzten, eingeklemmten Personen, Menschen in Gefahr
Dieses ist wichtig um ausreichend Rettungsmittel zu schicken

4. Wer meldet den Notfall? 
 Name, Straße, Hausnummer, Ort, ggf. Telefon

5. Warten auf Rückfragen  
Hat der Disponent noch Rückfragen? Der Disponent beendet das Gespräch!!! 

 

Falls Du in der Aufregung einen der Punkte vergessen solltest zu nennen, wird der Disponent nachfragen. Aus diesem Grund immer auf Rückfragen warten. Nicht Du, sondern der Disponent beendet das Gespräch, wenn er alle notwendigen Informationen von Dir erfahren hat. 

Bei einem Unfall mit Gefahrgut wird der Disponent Dich zum Beispiel nach der sogenannten UN-Nummer fragen, da man anhand dieser die Ladung konkret bestimmen kann. Diese UN-Nummern findet man zum Beispiel an jeder Seite eines Tanklastzug auf den orangen Tafeln. 



Insbesondere Handybesitzer, die zum Beispiel Unfälle in einer Gegend entdecken, in der sie sich nicht genau auskennen, geben oftmals nicht ausreichende Beschreibungen von der Lage der Unfallstelle. In solchen Fällen Verkehrsschilder ganz genau beachten. Jede Sekunde ist wertvoll, insbesondere wenn erst gesucht werden muss.

 

 

 

Besonderer Teil (§§ 80 - 358) 

7. Abschnitt - Straftaten gegen die öffentliche Ordnung

§ 145 - Mißbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln

 

(1) Wer absichtlich oder wissentlich 


1. Notrufe oder Notzeichen mißbraucht oder

 


2. vortäuscht, dass wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei,

 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

 


(2)
 Wer absichtlich oder wissentlich 


1. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Warn- oder Verbotszeichen beseitigt, unkenntlich macht oder in ihrem Sinn entstellt oder

 

2. die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Schutzvorrichtungen oder die zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr bestimmten Rettungsgeräte oder anderen Sachen beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht,

 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 303 [Sachbeschädigung] oder § 304 [Gemeinschädliche Sachbeschädigung] mit Strafe bedroht ist.



Besonderer Teil (§§ 80 - 358) 

28. Abschnitt - Gemeingefährliche Straftaten 

§ 323c - Unterlassene Hilfeleistung

 

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.